I
:.
112
Man gebe nun in vier Masscylinder oder mit Marke verseheneReagensgläser je 100 cc destillierten Wassers und je 1—4 ccder Eisenchloridlösung, in einen fünften Cylinder 100 ce des zuprüfenden (konzentrierten) Wassers und je 1 cc einer verdünn-ten, frisch bereiteten Ferrocyankaliumlösung und beobachtenun die Farbenintensität, wie für salpetrige Säuren und Am-moniak besprochen wurde.
1. Bestimmung von Kali, Natron, Kieselsäure undSchwefelsäure.
Man dampft eine grössere Menge des Wassers (zwei Literetwa) unter Zusatz von Salzsäure zur Trockne ein, befeuchtetden Rückstand zur Scheidung der Kieselsäure mit Salzsäureund trocknet wieder. Nun nimmt man in salzsäurehaltigemWasser auf und sammelt die ungelöst bleibende Kieselsäureauf einem gemessenen Filter. Sie wird ausgewaschen, mit demFilter geglüht und als SiO 2 berechnet.
Im Filträte fällt man die Schwefelsäure mit Chlorba-ryum als Sulfat, das Filtrat hievon verdampft man zur Trockne,nimmt den Rückstand in Wasser auf und kocht die Lösungunter Zusatz von (etwas überschüssiger) alkalifreier Kalkmilchzur Fällung des Baryts und der Magnesia. Man nitriert, fälltaus dem Filtrat mit Ammon und kohlensaurem Ammonium(unter Zusatz von etwas oxalsaurem Ammonium) den Kalkund noch vorhandene Magnesia, lässt absitzen, filtriert und ver-dampft das Filtrat zur Trockne. Der Rückstand wird zur Ver-jagung der Ammonsalze gelinde und vorsichtig geglüht, derGlührückstand in Wasser aufgenommen und die Lösung zurScheidung eines letzten Restes von Magnesia nochmals analog(mit geringen Reagensmengen) behandelt. Man filtriert wieder,dampft ein (unter Zusatz von etwas Salzsäure), verjagt dieAmmonsalze und wägt. Der Rückstand besteht aus den Chlo-riden des Kaliums und Natriums. Will man Kali undNatron getrennt bestimmen, so kann dies mittelst Platin-chlorid in bekannter Weise geschehen (vgl. Gewichtsana-lyse pag. 18) oder man kann auch in dem Rückstande dasChlor mittelst Silbernitrat bestimmen und nun Kali und Na-tron berechnen (vgl. Gewichtsanalyse p. 19).
m. Bestimmung von Metallen.
Blei, Kupfer, Zink (von den Leitungsrohren, Pumpen etc.)werden gegebenen Falls in grösseren Mengen Wassers nachden gewöhnlichen qualitativen und quantitativen Methoden er-kannt und bestimmt.
n. Bestimmung der gebundenen und freien Kohlen-säure.
Zur Bestimmung der Gesamtkohlensäure giebt man zu250 cc Wasser 100—200 cc reinstes, filtriertes Kalkwasser(und bei Gegenwart von Alkalicarbonaten noch etwas Chlorcal-cium), lässt im wohl verschlossenen Erlenmeyerkolben 24 Stun-den stehen, filtriert dann vom Calciumcarbonat ab, wäscht mit