Desmotroposanlonige Säure.
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Zu diesen drei zusammengehörigen Säuren, die im Verhältniss vond-, 1- und rac-Form stehen, tritt noch als viertes Isomeres die desmo-troposantonige Säure, welche durch Reduction des Desmotropo-santonins entsteht, ebenfalls activ ist, aber ein anderes .Drehungsvermögenals d- und 1-santonige Säure besitzt.
Unter den Naturstoffen von aufgeklärter Constitution stand dasSantonin bisher isolirt da. Es sei aber darauf hingewiesen, dass einedem Kohlenstoffgerüst der Santoninformel (s. unten Formel I) ähnlicheAnordnung der Kohlenstoffatome neuerdings für die in der Natur sehrverbreiteten Sesquiterpene angenommen wurde (vgl. S. 439) x — s. untenFormel II —, welche ebenso wie das Santonin 15 Kohlenstoffatome inihrem Molecül vereinigen:
II
Sechsundfünfzigstes Kapitel.
Verbindungen, welche ausser einem Naphtalinkern Benzol-kerne oder weitere Naphtalinkerne enthalten.
Körper, deren Molecül einen Naphtalinkern direct oder durch Ver-mittelung aliphatischer Zwischenglieder mit einem oder mehreren an-deren isocyclischen Ringen verbunden enthält (vgl. Kapitel 43), sind ingrösserer Anzahl bekannt geworden. So entsprechen z. B. dem Diphenyldie Verbindungen:
C10H7—C«Hs
und
Pbenylnaphtalindem Diphenylmethan die Systeme:
Ck>H 7 —CH 2 —C 6 H 5Benzylnaphtalin
dem Triphenylmethan:
(C 6 H S ) 2 CH-C 10 H 71Diplienylnaphtylmethan
und
CioH 7 —C 10 H 7Dinaphtyl
CioH 7 —CH 2 —O 10 H 7Dinaphtylmethan
C 6 H 5 • CH(C 10 Hj). 2 ,Phenyldinaphtylmethan
(C 10 H 7 ) 3 CH .Trinaphtylmethan
1 Semmler, Ber. 36, 1039 (1903).