Pentaphenyl- u. Hexaphenyl-Aethan. Diphenylpropangruppe. 243
Darstellung: Man setzt zur Lösung von 1 Theil Benzpinakon in 14 Theilenkochendem Eisessig tropfenweise V4 Volum rauchender Salzsäure und fällt mit dem1 — l'/jfachen Volum Wasser.
Pentaphenylätkan.
Das Pentaphenyläthan selbst ist nicht bekannt. Als Chlorderivat desselben,Pentaphenylchloräthan, (C 6 H 5 ),C-CC1(C 6 H 5 ) 2 , wurde — ohne Begründung derConstitution — ein Produkt angesprochen, welches neben Diphenyl bei der Ein-wirkung von Natrium auf ein in Aether gelöstes Gemisch von Tetrachlorkohlenstoffund Brombenzol entsteht 1 . Es schmilzt bei 120—125° und siedet oberhalb 340°.
Hexaphenyläthan.
Der Kohlenwasserstoff (C 6 H ä ) 3 C—C(C 6 H 5 ) 3 , (vgl. S. 114), liegt möglicherweisein einem Produkt vor, welches neben Triphenylmethan und Tripbenylvinylalkohol(S. 235) bei der Einwirkung von Benzol und Aluminiumchlorid auf eine Schwefel-kohlenstofflösung des Diphenylessigsäurechlorids entsteht 2 . Es bildet gelbe Kryställ-chen vom Schmelzpunkt 168°.
Fünfzigstes Kapitel.
Verbindungen mit zwei und mehr Benzolkernen, zwischenwelchen eine Kette von drei und mehr Kohlenstoflatomen
eingeschaltet ist.
Die Gruppe des Diphenylpropans.
Die Verbindungen, in deren Molecülen zwei aromatische Eingedurch eine dreiatomige Kohlenstoffkette mit einander verknüpft sind,leiten sich von dem folgenden Schema ab:
O—C—C—C-
\iL
,:' :,'
Die Bezeichnung der chemischen Orte in den Verbindungen dieserKlasse lässt sich im Anschluss au die entsprechende Numerirung derKohlenstoffatome in den Diphenylmethan- und Diphenyläthan-Verbindungen( v gl. S. 55 u. 175) zweckmässig entsprechend dem obigen Formelbildbewerkstelligen.
Die Benennung der Kohlenwasserstoffe dieser Gruppe kann allge-
1 Güareschi, Jb. 1877, 403.
2 Klingemann, Ann. 275, 89 (1893).
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