Hy dritte Diphenylderivate aus 1.5- Diketonen.
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Die bei der Verseifung des Phenyldihydroresorcincarbonsäureesters zuerst ent-stehende Phenyldihydroresoreincarbonsäure oder l-Pkenyl-3.5-diketohexametIiyleii-
/CH 9 -CO
carbonsiiure(2) [l-Pkenyloyclohexandion(3.5)carbonsäure(2) ], C 6 H 5 —CH
^CH-
/
CO
CH,
COOHschmilzt gegen 100° unter Kohlensäureentwickelung und verhält sich wie eine zwei-basische Säure; ihr Methylester schmilzt bei 162°, der Aethylester bei 143°'.
PhenyHiexaliydroresorcin oder l-Pheiiyl-3.5-dioxy]iexamethyleii 2 [1-Phenyl-
XJH,—CH-OH/ \
cyelohex'indiol(3.5)\, C 6 1[ 5 —CH /CH,, entsteht durch Reduction des Phenyl-
\CH 2 —CH-OHdiketohexamethylens als eine bei 157° schmelzende Verbindung. Durch Phosphor-säureanhydrid werden diesem Körper 2 Mol. Wasser entzogen unter Bildung eines bei66—66-5° schmelzenden Dihydrodiphenyls 8 , C 6 H 5 —C 6 H 7 .
Eine Reihe von im Phenylrest substituirten Phenyldiketohexamethylenen istaus entsprechend substituirten Benzylidenacetonen und Malonsäureester dargestelltWorden 4 , während homologe Benzylidenacetone 6 , wie das Benzylidendiäthylketon,im Hexamethylenring alkylirte Produkte liefern. Endlich lässt sich auch der Malon-säureester durch analoge Körper, wie Cyanessigester oder Oxalessigester, ersetzen,und es können so weitere substituirte Phenyldiketohexamethylene gewonnen werden 6 .
Auch die Bildung von hydrirten Sechsringen aus 1.5-Diketonen lässt sichzur Darstellung hydrirter Diphenyle verwenden. Die Behandlung solcher Diketone,welche der Formel
R-CH—CO
C„Hs—CH
V CH»
R'-CH—CO-R"
entsprechen, mit sauren oder basischen Condensationsmitteln führt zur Entstehungvon Cyclohexenonen, z. B. entsteht aus dem Benzylidenbisacetessigester durchRingschliessung l-Methyl-3-phenyl-2.4-dicarboxäthylcyclohexen(6)-on(5)':C 2 H 5 -0-CO-CH-CO C 2 H 5 -0-COCH—CO
/ \CH / \
C 6 H 5 —CH Lils = H a O + C 8 H 6 -CH CH.
\ ^)-CH-C-<
CJLOCO-CH-CO-CH,
C,H,-0-CO-
•CH.
In ähnlicher Weise entsteht aus dem Benzylidenbisacetylaceton beim Kochenmit Kalilauge unter gleichzeitiger Bildung von Kaliumacetat das l-Methyl-3-phenyl-cyclohexeu(t>)-oii(5) s :
1 Vorländer, Ann. 294, 274 (1897). 2 Knoevenagel, Ann. 289, 167 (1896).
3 Knoevenagel, Ann. 289, 168 (1896).
4 Vorländer, Ann. 294, 292, 294 (1897).
5 Vorländer, Ber. 30, 2265 (1897). Ann. 294, 296 (1897). — Vorländer u.Erig, Ann. 294, 311 (1897).
6 Vorländer, Ber. 27, 2058 (1894). Ann. 294, 283, 290 (1897).Knoevenagel u. Vieth, Ann. 281, 77 (1894). — Vgl. Hantzsch, Ber. 18, 2585
(1885).
8 Knoevenagel u. Werner, Ann. 281, 83, 85, 86 (1894); 288, 352 (1895). —Schiff, Ann. 309, 217 (1899). Gazz. chim. 30, [1] 201 (1900).
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