Caron.
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A. Carangruppe.
Der einzige Vertreter der polycyclischen Terpenkörper, welcherbisher synthetisch aus einem monocyclischen Terpenderivat durch intra-molekularen Eingschluss bereitet werden kann, und dessen Constitutionauch exact bewiesen wurde, ist das Caron.
Das Caron 1 , 3.7.7-Trimethyl-Bicydo[0.1.4']-hepta.non(2), entsteht aus demHydrobromdihydrocarvon, 8-Brommenthanon(2), (vgl. S. 924) durchBehandlung mit methylalkoholischer Kalilauge unter Bromwasserstoff-abspaltung:
CH-CH,
CH-CH,
H 2 C
CH-CBr(CH 3 ) 2
8-Brommmthanon (2)
Cr^^Nco
JCEL
____>C(CH S ) 2
In natürlichen Produkten wurde es bisher nicht aufgefunden.
Das Caron ist ein nach Campher und Pfefferminz riechendes farbloses Oel,Welches ungefähr bei 210° siedet; der Siedepunkt ist nicht scharf, weil es sich beimSieden in das isomere, höher siedende Carvenon (S. 924) umlagert. Es ist optisch-a ctiv im Sinne des Brommenthanons, aus welchem es dargestellt wurde. Die höchstenDrehungen, welche beobachtet wurden, betrugen [a]p = + 173-8° und —169-5°;8 pec. Gewicht: 0-9567 bei 20°. Mit Bisulfit verbindet es sich nicht.
Sehr interessant sind die Umwandlungen des Carons. Wie bereits imallgemeinen Theil dieses Kapitels (S. 9 60 ff.) auseinandergesetzt wurde, trittsehr leicht eine Aufspaltung des Trimethylenrings ein, die nach verschie-dener Richtung hin erfolgen kann, so dass Derivate des p- oder m-Men-thans entstehen. Beim Erhitzen für sich geht das Caron in das Car-venon, A 3 -p-Menthenon{2), über:
CH-CH 3 CH-CH 3
H.C^^CO H^^^CO
CHC—OB
\
CH 3CHL
Ebenso wird durch Bromwasserstoff der Trimethylenring gesprengt unddas 8-Brommenthanon{2) zurückgebildet, während bei Einwirkung vonSchwefelsäure eine Aufnahme von Wasser stattfindet und 8-Oxymen-thanon{2) entsteht:
1 Babyer, Ber. 27, 1915 (1894); 28, 639, 1586 (1895); 29, 3 (1896). — Baeyer"■ Ipatiew, Ber. 29, 2796 (1896). — Baeyer u. Villiger, Ber. 31, 1401, 2067 (1898).— Wagher, Journ. d. russ. phys.-chem. Ges. 28, 95 (1896). — Kondakow u. Gor-bdnow, J. pr. [2] 56, 256 (1897). — Brühl, Ber. 32, 1222 (1899).