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Methylcyclohexene.
methylen synthetisch bereitet (vgl. S. 742). Es ist eine leichtbewegl"- 1 ^Flüssigkeit von eigentümlichem, ziemlich starkem Geruch, der auch aseinen Homologen eigen ist. Ein Tropfen des Kohlenwasserstoffes gi ein 5 ccm Alkohol gelöst, bei vorsichtigem Zusatz eines gleichen VoluniSchwefelsäure eine charakteristische gelbe Färbung. Durch Behandi"mit Salpetersäure erhält man neben wenig Adipinsäure hauptsäen iProdukte einer tiefergehenden Zersetzung. Permanganat wird soentfärbt, Chlor und Brom addiren sich unter Bildung von Dichlor- nDibrom-Cyclohexan. Unterchlorige Säure liefert 2-Chlorcyclohexanol (CH 2 -CH 2 -CHC1 JeS
. Besonders zu erwähnen sind noch die VerbindungenCH 2 -CH 2 .CH(OH) .
Tetrahydrobenzols mit der salpetrigen Säure und der Salpetersäure, duwelche seine Beziehungen zu den Terpen - Kohlenwasserstoffen ner ^treten. Mit Natriumnitrit und Eisessig bildet es ein Nitrosit C 6 H l0 ^2, ^vom Zersetzungspunkt 150°; mit Salpetersäure, Isoamylnitrit und &essig entsteht ein Nitrosat C 6 H 10 N 2 O 4 , welches bei 150° unter Z ertäschmilzt (vgl. Bd. I, S. 873 und Bd. II, Th. I, S 882).
Beim Methylcyclohexen sind bereits drei Structurisomere mög*
■lieb:
H
CH 3
.Cr^^CH
CH 3
ICH
CH 3
ICH
H„(X
CH 2
CH,
H,C
HjC^^CIlCH
in
Sie beanspruchen in dieser Gruppe am meisten Interesse, weil siedem Methylcyclohexanon sehr leicht erhältlich sind, welches manbeliebigen Mengen aus dem billigen Pulegon (vgl. S. 813 u. 920) du r <5hydrolytische Spaltung gewinnen kann 1 . Genauer untersucht wirein Tetrahydrotoluol 2 von Knoeyenagel, der es aus Methylcyclohexen 0durch Eeduction zum Methylcyclohexanol und Wasserabspaltung aletzterem bereitete.
Die bisher dargestellten Methylcyclohexene sind wohl vorläufig als Genu s °von mindestens zwei Körpern der oben gegebenen Formeln anzusehen.
Sehr merkwürdig ist die Bildungsweise eines cyclischen Kohlenwasserstoff
(Heptins) aus dem siebenwerthigen Zuckeralkohol Persei't bei der EeductionJodwasserstoff 3 (vgl. Bd. I, S. 611). Da derselbe durch conc. SchwefelsäureMethylcyclohexan (S. 785) überführbar ist, besitzt er vielleicht die Formel eiMe.thyleyelo/iexens (1), und seine Entstehung ist dann folgendermassen zu erklä re
mitin
1 Wallach, Ann. 289, 337 (1896).
2 Knoevenagel, Ann. 297, 113 (1897). — Koneakow u. Schindelmeiseb, «!• P '[2] 61, 477 (1900). — Makkownikow u. Tschekdynzew, Chem. Centralbl. 18°°630. — Zelinsky u. Zelikow, Ber. 34, 3249 (1901).
3 Maqüenne, Ann. eh. [6] 28, 270 (1893).