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Nachweis von Doppelbindungen in
+ 4H-
X Br XH H X HX
Dieses Verhalten von dibromirten Verbindungen zeigen die Körper der aliphatischund hydroaromatisehen Reihe gemeinsam. Sind die beiden Bromatome an benacbarte Kohlenstoffatome gebunden, so werden sie bei der Beduction mit Zinkstaund Essigsäure unter Bildung einer doppelten Bindung zwischen diesen beiden Koh' eStoffatomen herausgenommen; z. B. liefert a, (9-Dibrombuttersäure die CrotonsäurCH,-CHBr-CHBr-COOH —^ CH 3 -CH=CH-COOH.
Sind dagegen die beiden Bromatome nicht benachbart und befindet sieh zwisC" ebeiden eine Methylengruppe, so wird bei der Beduction an Stelle der BromatoD 1Wasserstoff eingeführt; z. B. liefert die a, y-Dibromvaleriansäure hierbei Valeriansäute-
CH 3 -CHBr-CH 2 -CHBr-COOH 4-4H = CH 3 • CH ä • CH 2 • CH 2 • COOH + 2HBr-Auf Grund des geschilderten Verhaltens muss daher angenommen werden, dass dibeiden Bromatome sieh auch in dem Dibromid der Tetrahydrosäure an benachbarte 11Kohlenstoffatomen befinden, und dass letztere selbst eine doppelte Bindung zwische 11zwei solchen Atomen enthält.'
Eine analoge Betrachtung des Verhaltens der zweiten Tetrahydrosäure (Formea' bezw. b' auf S. 768) gegen Brom lehrt, dass auch in dieser Säure keine Pa 1 ' 8 'bindung, sondern eine gewöhnliche Doppelbindung vorhanden ist. Hätte näffll lCdiese Tetrahydrosäure eine Parabindung, so würde sie mit Brom ein Produkt liefe 1 "'in dem sich die Bromatome in der Para-Stellung befinden:
H X . H X
+ 2Br =
H X H X
Dieses Dibromid müsste identisch sein mit dem aus einer wohl bekannten Dihydro-terephtalsäure durch Addition von 2 Mol. Brom wasserstoff entstehenden Dihydrobromid :
H X H X
+ 2HBr
1 Baeyee, Ann. 251, 258 (1889).