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Methylenph talid.
0-Oarbonsäure : [o-Acetylbenzoesäure, 1 - Aethanoylbenuncarbo
säure (2)]:
/CO-CHs-COsH
C0 2 = C 6 H 4 <
/00-CH 2 .C0 2 HC 6 H 4 <
\CO,,H
4 \C0 2 H
— ein Process, welcher der S. 726 besprochenen Spaltung der Benzoyessigsaure in Acetophenon und Kohlensäure durchaus analog ist.
Die Acetophenon-o-Carbonsäure — glasglänzende Krystavom Schmelzpunkt 114—115°, in heissem Wasser leicht löslich, * ugezeichnet durch einen rein süssen Geschmack — enthält die Carbon}'und die Carboxyl-Gruppe in derselben gegenseitigen Stellung, wiePhtalaldehydsäure (S. 713 ff.). Man kann daher auch für die FormulirtmSdieser Säure eine Oxyiacton-Formel:
C 8 H 4
/
C(OH)-CH 3
^CO
>0
in Betracht ziehen.
Als ein Wasserabspaltungsprodukt dieser Oxylactonform erscheindas von Gabeiel entdeckte Methylenphtalid 2
C„H 4 ,
\
CO''
CH 2>0
welches in der That zur Acetophenoncarbonsäure nahe Beziehungen zeig 1 -Das Methylenphtalid — eine zur Polymerisation geneigte, gut krystaU 1 'sirende, bei 58—60° schmelzende, in heissem Wasser lösliche Substanz -"entsteht durch Kohlensäureabspaltung bei der Vacuumdestillation der obengenannten Phtalylessigsäure und liefert beim Erwärmen mit Alkali dieAcetophenoncarbonsäure. Die Gegenwart einer Doppelbindung in seinemMolecül zeigt sich darin, dass es in Chloroformlösung leicht 2 Atom eBrom addirt.
Die hier besprochenen, von der Phtalsäure ausgehenden Eeactione 11sind der Verallgemeinerung fähig 3 ; indem man z. B. das Phtalsäure-anhydrid mit Propionsäureanhydrid und Natriumpropionat in Reactionbringt, erhält man durch ihre Anwendung die nächsten Homologen deroben behandelten Körper, nämlich:
/C:C(CH 3 )-CO.,HC,H / >0
\co
Phtalylpropionsäure
/C:CH-CH 3C 6 H 4 < >0
x COAethylidenphtalid
CO-CH 2 .CH 5
C 6 H 4 /
\C0 2 H
Propiophenoncarbonsäure
1 Gabriel u. Michael, Ber. 10, 1554 (1877); 11, 1010 (1878). — Rosbk, Ber-17, 2620 (1884). — Gabriel, Ber. 17, 2665 (1884); 18, 1258 Anm (1885). — Gabbibiu. Neumann, Ber. 26, 705 (1893). — Gabriel u. Giebe, Ber. 29, 2518 (1896).
2 Gabriel, Ber. 17, 2521 (1884).
3 Vgl.: Gabriel u. Michael, Ber. 11, 1013 (1878). — Bromberg, Ber. 29, 1436,1439 (1896).