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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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4

ß-Benzoylaltrijlsäure.

0

Eeduction

mitZinkstaub

9«^6 C 6 H 6

-CH __________^ .CH

CHBr Aeetylirung I CHBr

CH(OH) | CH-0-CO-CH 3

ICO ICO(vgl. in der Ueber-sicht auf S. 528 dievierte Formel)

herstellten und zeigten, dass dieses Lacton sehr leicht schon durch Vacuu

destillation zu dem Lacton der Formel V (Phenyl-z/ 2 -crotonlacton) umgelag e

wird, demzufolge auch ebenso wie dieses aus der ^-Benzoylpropionsäure ( 'U>

Wasserabspaltung entstehende (vgl. unten) J 2 -Lacton beim Kochen mit Salzs»

die (S-Benzoylpropionsäure (Formel VII) liefert.

116°Die ^-Benzoylpropionsäure bildet lange Nadeln, schmilzt bell 1

und ist in kaltem Wasser wenig, in heissem leicht löslich; K = 0-002^

Beim Erhitzen mit Essigsäureanhydrid oder bei der trockenen DestiW

tion spaltet sie Wasser ab und geht in das bei 9192° schmelzen

Phenyl-J 2 -crotonlacton (s. S. 733 Formel V) über, welches beim Koche"

mit Salzsäure wieder Benzoylpropionsäure, mit Alkalien ihre Salze liefer

vgl. die analogen Verhältnisse der Lävulinsäure in Bd. I, S. 789, 972. P 1

Benzoylpropionsäure wird beim Schmelzen mit Kali in Benzoesäure u»

Propionsäure gespalten. Beim Erhitzen mit Salzsäure auf 200° erleide

sie keine Spaltung; ebenso verhalten sich solche Kernhomologen diese

Säure, welche neben der Seitenkette -CO-CH 2 -CH 2 -C0 2 H keine AUF

gruppen enthalten; im Gegensatz dazu spalten sich diejenigen Kei* 11 '

homologen, in deren Molecül jene Seitenkette neben einer oder zwiscß 6

zwei Alkylgruppen sich befindet, beim Erhitzen mit Salzsäure in Bei -11 '

steinsäure und den zu Grunde liegenden Kohlenwasserstoff 1 , z. B..

+ H 2 0 =^CO-CH.-CH.-COJf

+ OH-CH,-CH 2 C0 2 II

CH 3

H

Die oben erwähnte, durch die Wirkung des Aluminiumchlorids vermute'Keaction zwischen /-Dicarbönsäure-Anhydriden und aromatischen KohlenwassCStoffen, welche vom Bernsteinsäureanhydrid zur ^-Benzoylpropionsäure führt, kanauch auf die Anhydride der ungesättigten y-Dicarbon säuren (vgl. Bd. I, S. 680 W-'ausgedehnt werden und liefert z. B. aus Malemsäureanhydrid und Benzol:

CH-CO x

CH.CO>° + =

CH-CO-QH,

CH-CO-OHdie einfachste ungesättigte, aromatische j'-Ketonsäure, die (9-BenzoylakrylsSiure

1 V. Meyer, Ber. 28, 1269 (1885). Muhe, ebenda 3215.

2 v. Pechmann, Ber. 15, 881 (1882). Koenigs u. Wagstaffe, Ber. 26, 56*(1893). Gabriel u. Colman, Ber. 32, 397 (1899).