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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Para-Mandelsäure.

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jy die gleiche Reaction zurückzuführen ist die Umwandlung vonlbr °macetophenon C 6 H 6 CO CHP>r 2 in Mandelsäure durch Kalilauge 1 .

^. Us Phenylglyoxylsäure C 6 H 5 -CO-C0 2 H (S. 721722) entsteht Mandel-aur e, wie vorauszusehen, durch Reduction mit Natriumamalgam 2 ; dieserr °cess ist wichtig für die Gewinnung von Kernhomologen der Mandel-

^ Ure ! da die Kernhomologen der Phenylglyoxylsäure leicht zugänglicheBindungen sind (vgl. S. 490, 719721).

ßie Mandelsäure enthält ein asymmetrisches Kohlenstoffatom:

C 14 *

t«.jVCH(OH)-C0 2 H. Die Verbindung, welche nach den eben besprochenen

uungsweisen synthetisch gewonnen wird, ist natürlich inactiv; sie stellt

llle racemische 3 - 4 Modification dar, welche man zur Unterscheidung von

, u optisch activen Modificationen (s. u.) auch alsPara-Mandelsäure"

^zeichnet. Sie krystallisirt gut aus Renzol, schmilzt bei 118119°;

2no * UBter Ö mm Druck fast unzersetzt bei ca. 200° und löst sich bei

in ca. 6 Th. Wasser; K = 0.043.

vj ^ur Spaltung 4 - 6 der Para-Mandelsäure konnte von den drei classischen

thoden, die Pasteub zur Zerlegung der Traubensäure gebrauchte

e*- Bd. I, S. 808), die erste auf dem freiwilligen Zerfall eines Salzes

die entgegengesetzten, durch hemiedrische Flächen sich kenntlich

c nenden Formen beruhend bislang nicht nutzbar gemacht werden.

°hl aber führen die beiden anderen zum Ziele, wie zuerst Lewkowitsch

Ste. A_us einer wässrigen Lösung des Cinchoninsalzes der inactiven

, Ur e krystallisirt zunächst rechtsmandelsaures Cinchonin; und es gelingt

cn t 4 , sich auf diesem Wege Rechtsmandelsäure zu verschaffen; aus

-Mutterlauge kann man linksraandelsaures Cinchonin gewinnen. Lässt

. ** m einer, mit Nährsalzen versetzten Lösung der inactiven Säure

n eine Cultur von Penicillium glaueum entwickeln, so wird der links-

hende Theil vom Pilz verzehrt, während der rechtsdrehende übrig

1D t. Diesen Spaltungsmethoden haben neuerdings Marckwald und

t Kenzie eine neue hinzugefügt, welche von grossem theoretischen

. ei 'esse ist. Sie veresterten racemische Mandelsäure unvollständig mit

lne «n optisch activen Alkohol dem 1-Menthol und fanden, dass

I M Unverest erte Theil linksdrehend ist; es ergiebt sich daraus, dass die

andelsäure sich rascher mit dem 1-Menthol verestert als die 1-Mandel-

re. Vergegenwärtigt man sich, dass die beiden Ester, welche aus

ne m und demselben optisch activen Alkohol mit der d- und 1-Säure

II stehen, in den räumlichen Entfernungen der einzelnen Molecültheile

Von "

1 einander erhebliche Unterschiede zeigen müssen, so erscheint von

1 Engler u. "Wöhrle, Ber. 20, 2201 (1887).

2 Claisen, Ber. 10, 847 (1877).

3 3 Vgl.: Walden, Ber. 29, 1700 (1896). Adriani, Ztschr. f. physik. Chem.' 4 68 (1900). Schlossberg, Ber. 33, 1086 (1900).4 Rimbach, Ber. 32, 2385 (1899).j, 5 Lewkowitsch, Ber. 16, 1568, 2722 (1883). W. Marckwald u. Mao Kenzie,er - 3 2, 2130 (1899); 34, 469 (1901). Mac Kenzie, Journ. Soc. 75, 964 (1899).

M E

YR R u. Jacoiison , ovg. Chcm. II.

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