y der^Dar-
rertb
Para-Mandelsäure.
689
jy die gleiche Reaction zurückzuführen ist die Umwandlung vonlbr °macetophenon C 6 H 6 • CO • CHP>r 2 in Mandelsäure durch Kalilauge 1 .
^. Us Phenylglyoxylsäure C 6 H 5 -CO-C0 2 H (S. 721—722) entsteht Mandel-aur e, wie vorauszusehen, durch Reduction mit Natriumamalgam 2 ; dieserr °cess ist wichtig für die Gewinnung von Kernhomologen der Mandel-
^ Ure ! da die Kernhomologen der Phenylglyoxylsäure leicht zugänglicheBindungen sind (vgl. S. 490, 719—721).
ßie Mandelsäure enthält ein asymmetrisches Kohlenstoffatom:
C 14 *
t«.jVCH(OH)-C0 2 H. Die Verbindung, welche nach den eben besprochenen
uungsweisen synthetisch gewonnen wird, ist natürlich inactiv; sie stellt
llle racemische 3 - 4 Modification dar, welche man zur Unterscheidung von
, u optisch activen Modificationen (s. u.) auch als „Para-Mandelsäure"
^zeichnet. Sie krystallisirt gut aus Renzol, schmilzt bei 118—119°;
2no * UBter Ö mm Druck fast unzersetzt bei ca. 200° und löst sich bei
in ca. 6 Th. Wasser; K = 0.043.
vj ^ur Spaltung 4 - 6 der Para-Mandelsäure konnte von den drei classischen
thoden, die Pasteub zur Zerlegung der Traubensäure gebrauchte
e*- Bd. I, S. 808), die erste — auf dem freiwilligen Zerfall eines Salzes
die entgegengesetzten, durch hemiedrische Flächen sich kenntlich
c nenden Formen beruhend — bislang nicht nutzbar gemacht werden.
°hl aber führen die beiden anderen zum Ziele, wie zuerst Lewkowitsch
Ste. A_us einer wässrigen Lösung des Cinchoninsalzes der inactiven
, Ur e krystallisirt zunächst rechtsmandelsaures Cinchonin; und es gelingt
cn t 4 , sich auf diesem Wege Rechtsmandelsäure zu verschaffen; aus
-Mutterlauge kann man linksraandelsaures Cinchonin gewinnen. Lässt
. ** m einer, mit Nährsalzen versetzten Lösung der inactiven Säure
n eine Cultur von Penicillium glaueum entwickeln, so wird der links-
hende Theil vom Pilz verzehrt, während der rechtsdrehende übrig
1D t. Diesen Spaltungsmethoden haben neuerdings Marckwald und
t Kenzie eine neue hinzugefügt, welche von grossem theoretischen
. ei 'esse ist. Sie veresterten racemische Mandelsäure unvollständig mit
lne «n optisch activen Alkohol — dem 1-Menthol — und fanden, dass
I M Unverest erte Theil linksdrehend ist; es ergiebt sich daraus, dass die
andelsäure sich rascher mit dem 1-Menthol verestert als die 1-Mandel-
re. Vergegenwärtigt man sich, dass die beiden Ester, welche aus
ne m und demselben optisch activen Alkohol mit der d- und 1-Säure
II stehen, in den räumlichen Entfernungen der einzelnen Molecültheile
Von "
1 einander erhebliche Unterschiede zeigen müssen, so erscheint von
1 Engler u. "Wöhrle, Ber. 20, 2201 (1887).
2 Claisen, Ber. 10, 847 (1877).
3 3 Vgl.: Walden, Ber. 29, 1700 (1896). — Adriani, Ztschr. f. physik. Chem.' 4 68 (1900). — Schlossberg, Ber. 33, 1086 (1900).4 Rimbach, Ber. 32, 2385 (1899).j, 5 Lewkowitsch, Ber. 16, 1568, 2722 (1883). — W. Marckwald u. Mao Kenzie,er - 3 2, 2130 (1899); 34, 469 (1901). — Mac Kenzie, Journ. Soc. 75, 964 (1899).
M E
YR R u. Jacoiison , ovg. Chcm. II.
44 (März 02.)