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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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682
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Piperinsäure.

Homologe der Oxyzimmtsäuren, welche in der Seitenkette metby 1sind, wieOH-C B H,-CH:CH(CH 3 )-C0 2 H, können aus Oxyaldehyden durcjdie PEBKiN'sche Reaction unter Anwendung von Propionsäureanhyd rund propionsaurem Natrium gewonnen werden. Sie besitzen an siwenig Interesse, haben indess in Form ihrer Aethersäuren als Zw 180 * 1glieder bei der Synthese des Anethols, Isoeugenols und Isosafrols x>%'S. 433, 435, 436) nützliche Verwendung gefunden.

Unter den Oxysäuren, welche die Carboxylgruppe vom Benzolkerdurch eine längere, ungesättigte Seitenkette getrennt enthalten, sindfolgenden drei Säuren:

-CH 2 CH: CH CH 2 C0 2 H (?),

a-Hydropiperinsäure

CH s -CH 2 CH:CH-C0 2 H,

ß- Hydropiperinsäure

CH,.

,0-<

M>

CH:CH-CH:CH-CO,H

Piperinsäure

durch ihre Beziehungen zum Pfeffer-AlkaloldPiperin" und in theore-tischer Hinsicht bemerkenswerth. Da die Hydropiperinsäuren, welc flin der Seitenkette eine Doppelbindung enthalten, aus der zwei DopP e1 'bindungen aufweisenden Piperinsäure entstehen, so sei zunächst die letzterSäure besprochen.

Die Piperinsäure* wurde von v. Babo und Kbllee bei der Spalt» n £des Piperins entdeckt; sie entsteht aus dem Piperin neben Piperid 111durch Kochen mit alkoholischem Kali; synthetisch ist sie von LadeNBü» 6

und Schultz aus dem Piperonylakroleln (vgl. S. 524) CH/ /CH 3

CH:CH-CHO durch Einwirkung von Essigsäureanhydrid und Natrium-acetat nach der PEKKiN'schen Reaction gewonnen. Durch diese Syntheseist die obige Structurformel einer Methylendioxy-Cinnamenylakrp'säure (vgl. S. 617), welche von Fittig und Mielck aus dem Verhalte»der Säure abgeleitet war, sicher erwiesen. Die Piperinsäure krystallisi rtaus Alkohol in Nadeln, welche sich am Licht rasch gelb färben, schnrü ztbei 215°, ist in Wasser beinahe unlöslich, in kaltem Alkohol wenig

1 v. Babo u. Keller, Jb. 1857, 513. Strecker, Ann. 105, 318 (1858); l l8 >280 (1860). Fittig u. Mielck, Ann. 152, 28 (1869); 172, 134 (1874). Doebi«*'Ber. 23, 2375 (1890). Ladenbuhq u. Scholtz, Ber. 27, 2958 (1894). SchojÄBer. 28, 1190 (1895). H. Meyer, Monatsh. 22, 800 (1901).