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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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615
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M

Vgl'

Benzylidenpropionsäure. 615

n aromatischen Aldehyden durch Condensation mit Cyanessigsäure (Bd. I, S. 654)darauffolgende Kohlensäureabspaltung gelangen 1 , z. B.:

CH 3'C 6 H 4 -CHO + CH 2 (CN)(C0 2 H) = H 2 0 + CH 3 U 6 H 4 CH : C(CN)(C0 2 H),

Cl l 3 -C 6 II 4 .CH:C(CN)(C0 2 H)-C0 2 = CH 3 -C 6 H 4 -CH : CH-CN .

Die drei stellungsisomeren Methylzimmtsäuren CH 3 -C 6 H 4 -CH: CHCO.H8'- in der Tabelle Nr. 63 auf S. 608 \

i. AIb Beispiel der Säuren mit längerer ungesättigter Seitenkette sei die ^-Benzy-. lft enpropionsäure 3 C 6 H 6 CH: CH CH 2 C0 2 H vielfach auch heute nochP h e n y 1 -j ° c i'otonsäure" genannt, obwohl dieser Name bei der jetzigen Auffassung ders °crotonsäure durchaus unzutreffend ist aufgeführt. Sie wird durch Erhitzenn Benzaldehyd mit bernsteinsaurem Natrium und Essigsäureanhydrid gewonnen"gl. Bd. I, S. 490), bildet lange dünne Nadeln, schmilzt bei 86°, destillirt fast un-l 'setzt bei 302 °, ist in kaltem Wasser fast unlöslich und erleidet einige interessante^Setzungen. Lässt man sie einige Zeit sieden, so entsteht ziemlich reichlich"^aphtol (vgl. S. 82); Behandlung mit Schwefelsäure führt zunächst zu dem iso-mren Phenylbutyrolacton (vgl. Bd. I, S. 494):

CA-CHiCH-CHj-COJI

CH s -CH-CH 2 .CH,-CO.

0

»tn-er

Sonders bemerkenswert!! ist der grosse Widerstand, welchen sie der Verschiebunger Doppelbindung in die «-(9-Stellung (vom Carboxyl aus gerechnet):

C 6 H 5 C H : CH CH 2 C0 2 H -----

C c H ä -CH 2 -CH:CHCO ä H

n 'gegensetzt; niemals fielen beim Kochen mit Natronlauge mehr als etwa l°/ 0 der* n gewandten Säure dieser Umlagerung anheim, die sonst bei-y -Säuren sehr vielJ^chter eintritt (vgl. Bd. I, S. 494495, 696); offenbar wirken sich hier in ihrem^nfluss auf den Ort der Doppelbindung die Phenylgruppe und die Carboxylgruppeent gegen; vgl. dazu S. 431.

Ueber Phenylpeutensauren (Hydrocinnamenylakrylsäuren) C 6 H 5 -C 4 H 6 -^AH s. S. 684 Anm.

*l- Einbasische Säuren mit dreifachen Bindungen oder mehreren

Doppelbindungen.

Von der Zimmtsäure gelangt man zur Phenylpropiolsäure 4^eH.-C':C-CO a H, indem man den Äethylester ihres Dibromids (Phenyl-

1)

1 PiftüET, Ann. eh. [6] 29, 472 (1893).

2 Ueber zwei stereoisomere «-Methylzimmtsäuren C 6 H 5 -CH : C(CH 3 )-C0 2 H vgl.«N, Chem. Centralbl. 1898 I, 674.

3 Perkin, Journ. Soc. 31, 395 (1877). Fittio u. Jayne, Ann. 216, 98 (1883).~~ Fittig u. Erdmann, Ann. 227, 245, 257 (1885). Büchner u. Dessauer, Ber. 25,Il& 5 (1892). Fittig u. Luib, Ann. 283, 297 (1894). Fittig, Ann. 299, 27 (1897);Be r. 33, 3519 (1900).

4 Glaser, Ann. 154, 139 (1870). Barisch, J. pr. [2] 20, 180 (1879).Erlenmeyer, Ber. 16, 152 (1883). Perms jun., Journ. Soc. 45, 172 (1884).Ostwald, Ztschr. f. physik. Chem. 3, 279 (1889). Aronstein u. Holleman, Ber. 22,1J 81 (1889). C. Liebermann u. Sachse, Ber. 24, 4112 (1891). Stockhausen u. Gatter-