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Praktikum des anorganischen Chemikers : Einführung in die anorganische Chemie auf experimenteller Grundlage
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Reaktionen der Säuren

21. Salpetersäure.HNO.

lieh ist, aus der sauren Lösung aber durch vielNatriumaeetat wieder gefällt wird.

c)! Bleiacetat fällt zitronengelbes Bleichromat, das inverdünnter Salpetersäure schwer löslich ist.

d)! Konz. Salzsäure reduziert Chromsäurelösungen beimErwärmen unter Chlorentwicklung zu grünen Chromi-salzlösungen.

e)! Schweflige Säure reduziert Chromsäurelösungen zugrünen Chromisalzen.

f)! Schüttelt man eine sehr verdünnte, mit wenig Schwefel-säure angesäuerte Chromsäurelösung mit Äther unddann mit Wasserstoffsuperoxyd, so wird der Ätherdurch Überchromsäure blau gefärbt.

V. Gruppe.

a)! Eine mit Eisenvitriol gesättigte verdünnte Lösungeines salpetersauren Salzes gibt, wenn man konz.Schwefelsäure vorsichtig darunter fließen läßt, ander Berührungsstelle Amethyst- bis Braunfärbung,die beim Schütteln, besonders in der Wärme, wiederversehwindet. (Unsicher bei Gegenwart von Bromund Jod und komplexen Cyanverbindungen.)

b) Komplexe Eisencyanverbindungen stören die unter aibeschriebene Reaktion auf Salpetersäure. Man fälltdaher die komplexen Cyanverbindungen (und auchden größten Teil des Broms und des Jods) durchVersetzen des kalten Sodaauszugs mit basischem Blei-acetat. Nach einigem Schütteln filtriert man ab,fällt aus dem Filtrat den Überschuß des Bleis mitSchwefelsäure, sättigt die bleifreie Lösung mit feingepulvertem Eisenvitriol in der Kälte und unter-schichtet sodann diese Lösung zur Erzeugung desbraunen Ringes vorsichtig mit konz. Schwefelsäure,

c)! Die Reaktion unter a) bzw. unter h) tritt auch ein,wenn man die verdünnte Lösung des salpetersaurenSalzes zuvor längere Zeit mit Salmiaklösung amSteigrohr kocht. Will man nach h) prüfen, so mußaus dem zugefügten Salmiak durch längeres Kochenmit Natronlauge das Ammoniak zuvor völlig aus-getrieben werden. (Unterschied von salpetriger Säure.)

d) Indigolösung wird von salpetersauren Salzen inneutraler oder alkalischer Lösung nicht entfärbt,wohl aber nach dem Übersättigen mit Schwefelsäure.(Unterschied von unterchloriger Säure.)

e) Salpetersaure Salze geben beim Erwärmen starkerSchwefelsäure und Kupfer braune Dämpfe.

f) Salpetersaure Salze verpuffen beim Glühen auf Kohle.

g) Salpetersaure Salze geben in verdünnter essigsaurerLösung mit Nitron eine kristallinische Fällung vonNitronnitrat.