Magnesium
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Wasserstoff und wird daher im Entstehungszustande durch den Wasserdampfder Flamme sofort wieder zerlegt:
MgS + H 2 0 = MgO + H,S.
Das gebildete MgO, Magnesiumoxyd, nimmt heim Zusammenbringen mitWasser auf rotem Lackmuspapier allmählich Wasser auf, bildet Mg(OH).,, das nursehr wenig löslich im Wasser, aber doch in dem Grade löslich ist, — undzugleich so stark basisch ist, — daß das Lackmuspapier allmählich gebläut wird.
Man wiederhole denselben Glühversuch, nachdem man zuvordas Magnesiumsulfat mit etwas wasserfreier Soda innig gemengthat. Dann erhält man Heparreaktion.
Magnesfumhydroxyd ist noch eine verhältnismäßig starke Base zunennen, deren Salze mit starken Säuren völlig neutral reagieren, immerhin istsie aber schon schwächer als die Erdalkalihydroxyde.
Wenn trotz stark hasischer Eigenschaften das Magnesiumhydroxyd durchAmmoniak im Gegensatz zu den Ei'dalkalihydroxyden ans seinen Lösungengefällt wird, so ist das auf die große Unlöslichkeit des Magnesiumhydroxydsin Wasser zurückzuführen.
Die Salze des Magnesiums mit schwachen Säuren (schweflige Säure,Kohlensäure) sind freilich schon etwas unbeständiger als beim Calcium, selbstdas Chlormagnesium zeigt eine gewisse Unbeständigkeit gegen Wasser beihöherer Temperatur, die bei den Chloriden der Erdalkalien nicht in dem Maßezu finden ist. Verdampft man nämlich eine konzentrierte wässerige Lösung vonMagnesiumchlorid, so entweicht mit den Wasserdämpfen Salzsäure, indem einTeil des Magnesiumchlorids nach der Gleichung:
MgCl, + 2H 2 0 = Mg'OH), + 2 HCl
zersetzt wird. Der Rückstand ist daher im Wasser zum Teil unlöslich ge-worden, und zwar um so unlöslicher, je stärker erhitzt und schließlieh geglühtwurde.
Wasserfreies Chlormagnesium bereite man durch mäßiges Er-hitzen von Magnesia usta mit geschmolzenem gepulvertem Salmiakim Tiegel. Es ist eine leicht schmelzbare Masse, die beim Erkaltenblättrig-kristallinisch erstarrt.
Man glühe ein Stückchen Magnesit (Magnesiumcarbonat) imReagensglase: Kohlendioxj'd entweicht. Reaktionsgleichung? Magnesitverliert Kohlendioxyd bei niedrigerer Temperatur als Calcium-carbonat.
Schwefelwasserstoff in saurer oder auch neutraler Lösung undSchwefelammonium bei Gegenwart von Ammoniumsalzen fällenMagnesiumsalze nicht.
Kohlensaures Natrium fällt aus Magnesiumsalzlösungen basische('arbonate, die je nach der Temperatur oder Konzentration derLösung wechselnde Zusammensetzung zeigen (Unterschied von denErdalkalien S. 185) von:
ä!MgCO s , j/M^OH),, *H,0.