II
Die Erdalkalimetalle
Das Natriumacetat dient dazu, die freiwerdende Chromsäureunwirksam zu machen. Die H'-Ionenkonzentration der Chromsäuregeht auf diejenige der Essigsäure zurück:
H 2 Cr0 4 + 2NaOOC—CH 8 = Na 9 Cr0 4 + 2CH 3 —COOH.
Man benutzt dieses Verhalten zur Trennung des Bariums vomStrontium und Calcium.
Oxalsaures Calcium C 2 0 4 Ca ist analytisch wichtig.
Man verdünne eine Chlorcalciumlösung stark mit Wasser,mache ammoniakalisch und gehe einen Überschuß Ammonoxalat-lösung hinzu. Es entsteht, selbst in großer Verdünnung, eine weißeFällung von Calciumoxalat:
CO-0-NH 4 C1 N
I +
CO-0-NH 4 CK
CO-O x>Ca = 2NH 4 C1+ | >Ca.
CO—CK
Das Calciumoxalat ist so gut wie unlöslich in ammoniak-haltigem Wasser (etwa 1:170000) und auch in verdünnter Essig-säure (Unterschied von Calciumcarbonat!). Es dient deshalb zurqualitativen und quantitativen Abscheidung des Calciums und derOxalsäure. Beim Glühen geht das Calciumoxalat zuerst in Calcium-carbonat, und dieses dann unter Kohlensäureabgabe in Calcium-oxyd über. In Form von Calciumoxyd kann es genau gewogenwerden:
CO—0, ^O x
| >Ca = CO + CO >Ca
CO—0/ ^0/
CÖ7+CaO
In pflanzlichen Geweben finden sieh oft kristallinische Abscheidungen vonCalciumoxalat, sowohl in Drusen, in stengligen Aggregaten (Kaphiden), als auchin wohl ausgebildeten Einzelkristallen.
Kieselfluorwasserstoffsäure fällt Bariumsalze (im Gegensatz zuStrontium- und Calciumsalzen) als weißes, auch in Säuren unlöslichesBaSiF c . Reaktionsgleichung? Zum Unterschied von BaS0 4 ist dasBaSiF 6 unter dem Mikroskop charakteristisch kristallinisch.