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Praktikum des anorganischen Chemikers : Einführung in die anorganische Chemie auf experimenteller Grundlage
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Zink

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Solche anhydrische Basenreste sind da, wo die ihnen entsprechenden SalzeBedeutung besitzen, meist mit besonderen Namen belegt:

-Bi:

,0

0 Bismutyl, —AI—0 Aluminyl, =U<^ üranylNO a O n ^O

Uranjdnitrat,

UO.S

Uranylsulrid.

Man versetze Zinkvitriollösung mit etwases entsteht ein unvollständiger Niederschlag

—Sb—0 Antimonyl

Cl-Sb-0Antimonylchlorid,

Ammoniumcarbonat.

Ammonium carhonat:von basischem Zinkcarbonat, der im Überschuß von Ammonium-carbonat, in anderen Ammoniumsalzen und auch in Ammoniaklöslich ist.

Bariumcarbonat im aufgeschlämmten Zustande fällt Zinksaize(mit Ausnahme der Sulfate) nicht.

Natriumacetat fällt Zinksalze auch in der Siedhitze nicht.

Schwefelwasserstoff. Man füge zu einer kleinen Probe Zink-vitriollösung, die keine freie Säure enthält, gutes Schwefelwasserstoff-wasser oder leite Schwefelwasserstoffgas (unter dem Abzüge imSchwefelwasserstoffraume) ein. Das Zink fällt teilweise als weißesSchwefelzink heraus. Die Eeaktion geht infolge Freiwerdens vonSäure nur bis zu einer bestimmten Grenze (umkehrbare Eeaktion):

ZnS0 4 + H 2 S Z£±. ZnS + H 2 S0 4 .

Die Fällung ist um so stärker, je schwächer die frei werdendeSäure ist. Man gebe zu dem gefällten Schwefelzink ein wenig freieMineralsäure (Schwefelsäure oder Salzsäure): es findet schon in derKälte durch verdünnte (etwa 3°/ 0 ) Mineralsäure Wiederauflösung desSchwefelzinks in umgekehrter Gleichungsrichtung statt.

Man versetze die jetzt erhaltene Lösung mit essigsaurem Na-trium. Der Säuregrad der Schwefelsäure oder Salzsäure wird aufden der Essigsäure zurückgedrängt, der besonders bei Gegenwartvon überschüssigem Natriumacetat so gering ist (vgl. S. 124), daßFällung von Schwefelzink eintritt.

Essigsaures Zink (zu bereiten durch Auflösen von Zinkstaub inEssigsäure und Abfiltrieren der Lösung vom ungelösten Zink) wirdselbst bei Gegenwart von viel freier Essigsäure durch Schwefel-wasserstoff teilweise aus seiner Lösung gefällt und vollständig inschwach essigsaurer Lösung bei Gegenwart von viel Natriumacetat.

Man versetze eine verdünnte Lösung von schwefelsaurem Zinkmit so viel Salzsäure, daß sie etwa 2°/ 0 freie Säure enthält. Alsdannentsteht durch Schwefelwasserstoff auch beim längeren Einleiten desGases kein Niederschlag. Das Zink gehört in die Gruppe der durchSchwefelwasserstoff in mineralsaurer Lösung nicht fällbaren Metalle.