Basische Salze
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der Eigenschaft des Zinks beruht, mit Ammoniak zu einem zwei-wertigen Eest, Zinkammonium-Kation, (Zn(NH 3 ) 2 "), zusammenzutretenim Sinne der Gleichung:
Zn(OH) 2 + 2NH 3 = (Zn(NH 3 ),") + 2 (OH').
Solche Ionen nennt man, wie früher schon erwähnt, „komplexeIonen" und die Salze „komplexe Salze" (vgl. S. 34).
Man fälle wie oben etwas Zinkvitriollösung mit Ammoniak undgebe nun einen Überschuß von Ammoniak hinzu. Durch denEinfluß des Ammoniaküberschusses findet dann ebenfalls Wieder-auflösung des Zinkhydroxyds statt, diesmal hauptsächlich unter Bil-dung des komplexen Salzes:
Zn(NH 3 ) 2 S0 4 ,nach der Gleichung:
Zn(OH). 2 + (NH 4 ) 2 S0 4 = Zn(NH 3 ) 2 S0 4 + 2H s O.
Auch Salze, die 4NH 3 anstatt 2NH 3 enthalten, scheinen beimZink zu bestehen.
Natriumcarbonat. Man versetze Zinkvitriollösung mit Natrium-carbonatlösung; es entsteht unter Kohlensäureentwicklung ein weißerNiederschlag, der sehr unlöslich ist und vollständige Abscheidung desZinks ermöglicht. Durch Umsetzung sollte Zinkcarbonat entstehen:
ZuS0 4 + Na. 2 C0 3 = Na 2 S0 4 4- ZnC0 3 .
Als Salz aus schwacher Base und schwacher Säure ist es aberunbeständig und erleidet, je nach den Versuchsbedingungen (Tem-peratur, Konzentration der Lösung) mehr oder weniger hydrolytischeSpaltung:
ZnC0 3 + H 2 0 = C0 2 + Zn<
OHOH'
so daß der Niederschlag wechselnde Zusammensetzung zeigt, ausxZnCOg, yZn(OH) 2 besteht, basische Salze bildend.
Ist Ammoniak oder ein Salz des Ammoniums zugegen, so trittdie Fällung infolge Bildung komplexer Salze unter Umständen inder Kälte nicht ein, sondern erst beim Kochen. Das Natrium-carbonat muß das komplexe Salz erst allmählich, am besten in derWärme zerlegen. Um das Zink vollständig zu fällen, ist es nötig,daß man kocht, bis alles Ammoniak ausgetrieben ist:
Zn(NH 3 ) 2 S0 4 + Na 2 C0 3 = ZuC0 3 + Na 2 S0 4 + 2NH 3 .
An dieser Stelle mögen zum besseren Verständnis einige Be-merkungen über basische Salze und ihre zweckmäßige Ableitungeingeschaltet werden.