Natrium
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salze anwenden kann; besonders empfindlieh ist dieser Nachweis des Natriumsindessen nicht. Später beim Antimon wird das Salz bereitet werden, und dannkann auch die besprochene Fällungsreaktion mit Natriumsalzen ausgeführt werden.
Flammenfärbung. Der empfindlichste Nachweis des Natriumsberuht auf der intensiv gelben Färbung, welche die Natriumver-bindungen der Flamme erteilen. Nach Kirohhoff und Buksen kann
noch 1 / g
mg durch Flammenfärbung wahrgenommen werden.
Solche Spuren von Natrium, die überall in der Luft und an allenmit Luft in Berührung stehenden Gegenständen sich finden, gebennur eine kurz andauernde Färbung, wägbare Mengen dagegen zeigendie Flammenfärbung in der Probe am Platindraht minutenlang.Man muß daher auf die Dauer der Eeaktion achten, wenn manvermeiden will, daß Spuren von Natrium mit wägbaren Mengen ver-wechselt werden.
Man schmelze etwas eines Natriumsalzes an das Öhr einesPlatindrahtes (auszuführen nach S. 117) und bringe die Probe in dienicht leuchtende Flamme des Bunsenbrenners. Man beobachtetgelbe Flammenfärbung. Die gelbe Flamme wird unsichtbar beimHindurchblicken durch Kobaltglas oder ein Indigoprisma von ge-nügender Schichtdicke.
Eine Kaliumflamme erscheint unter denselben Bedingungenrotviolett (vgl. S. 118); das kann zum Nachweis des Kaliums nebendem Natrium dienen.
Man bringe an einen Platindraht ein Gemenge eines Natrium-und Kaliumsalzes und beobachte die Flammenfärbung. Selbst wennnur verhältnismäßig wenig Natriumsalz dem Kaliumsalze zugesetztwurde, wird die violette Kaliumfärbung vollständig verdeckt und eserscheint nur die gelbe Natriumfärbung. Natriumsalze färben dieFlamme sehr viel stärker als die Kaliumsalze (vgl. S. 117), bei denendie Reaktion nur den 3000 sten Teil der Empfindlichkeit der Natrium-flammenfärbung ausmacht.
Betrachtet man die Flamme durch ein Kobaltglas oder Indigo-prisma, so gibt sich darin sofort das Kalium durch rotviolett er-scheinende Flamme zu erkennen. Die Eeaktion ist aber nur genau,wenn man sich überzeugt, daß eine reine Natriumflamme unter den-selben Bedingungen durch das blaue Glas oder die Lösung nichtsichtbar ist, was bei schwacher Blaufärbung von Glas und Indigo-lösung nicht immer zutrifft. Auch ist zu beachten, daß die Flammen-färbungen, die manche andere Stoffe (wie z. B. das Rubidiumund die Erdalkalimetalle) hervorrufen, durch ein Kobaltglas nichtzum Verschwinden gebracht werden. Solche Stoffe dürfen bei An-stellung der Probe nicht vorhanden sein.