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Geschichte der organischen Chemie von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart
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Molekular volumen.

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Lichtbrechungsvermögens und zur gleichen Zeit hat die Thermo-chemie ihren Einzug in die organische Chemie gehalten. Diephysikalischen Untersuchungsmethoden kamen also auch hier zuihrem Rechte. So ist allmählich bei dem Studium der organischenVerbindungen eine physikalisch - chemische Richtung entstanden,wozu auch andere direkte Anregungen seitens der allgemeinentheoretischen Chemie mitgewirkt haben. Die Hauptbedeutungderselben für die organische Chemie liegt in dem Erforschen desZusammenhangs zwischen den verschiedenen äußeren Eigenschaftenund der inneren chemischen Zusammensetzung. Wir haben imvorhergebenden schon gesehen, wie bei der Lösung vieler reinchemischer Fragen die in dieser Hinsicht gewonnenen Resultatezur Anwendung gekommen sind, speziell bei der Isomerie, derIS'atur der ungesättigten Verbindungen, der Konstitution desBenzolkernes und der inneren Zusammensetzung der Farbstoffe.Eine eingehendere Schilderung der Entwickelung der physikalisch-chemischen Forschung in der organischen Chemie und derenResultate, welche wesentlich in das Gebiet der allgemeinen Chemiefallen, liegt nicht im Rahmen vorliegender Arbeit, und wir könnenum so mehr darauf verzichten, als viele der betreffenden Fragenschon in anderem Zusammenhang behandelt wurden. Nur inkurzen Zügen wollen wir hier einige für die organische Chemiewichtige Ergebnisse dieser Forschung vorführen, die nicht imvorhergehenden berücksichtigt wurden *).

Die grundlegenden Untersuchungen auf diesem Gebiete warenKopps schon erwähnte, in den vierziger Jahren angefangeneklassische Arbeiten über die Siedepunktsverhältnisse und dasMolekularvolumen (s. S. 175). Kopp hat dieses als eine wesentlichadditive Eigenschaft erkannt und ausgesprochen, daß das Mole-kularvolumen einer Flüssigkeit gleich der Summe der Atomvoluminasei. Er berechnete auch diese Atomvolumina für Kohlenstoff, Wasser-stoff, Sauerstoff u. a. Für das letztgenannte Element ergaben sichverschiedene Werte, je nach seiner Stellung außerhalb oder inner-halb des Radikals oder, wie wir sagen, je nachdem er als Hydroxyl-oder Carbonylsauerstoff vorkommt (0" = 12,2 und 0' = 7,8).Das Atomvolumen des Kohlenstoffs berechnete er zu C = 11 unddas des Wasserstoffs zu H = 5,5. Die Untersuchungen Koppswurden in den folgenden Dezennien von Schröder, Buff,

x ) Siehe unter anderen Smiles-Herzog, Chemische Konstitution undphysikalische Eigenschaften. Dresden und Leipzig 1914.