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Begriff und Einteilung.
Atome von einem Element weggenommen oder hinzugefügt werden,der Unterschied in der Zusammensetzung gering wird. DerKörper, der dabei entsteht, gleicht zwar dem veränderten invielen Eigenschaften, er unterscheidet sich aber doch in einigerHinsicht so sehr davon, daß man sieht, daß beide nicht mehrabsolut dieselben Körper sind. Durch geringe Veränderungen inder Zusammensetzung entstehen dann geringe Veränderungen inden Eigenschaften und ganze Reihen können von gleichartigenKörpern gebildet werden, welche im allgemeinen Charakter sichgleichen, aber in unbedeutenderen Beziehungen sich scheiden,wie Spezies von denselben Genera. Auf diese Weise haben wirSpezies von demselben Genus Zucker, von Gerbstoff, von flüchtigenund fetten Ölen usw., und die kleinen Unterschiede im Charakterzwischen jedem Spezies wären nicht denkbar, wenn die ent-sprechenden kleinen Unterschiede in der Zusammensetzung nichtmöglich wären."
Schließlich äußert Berzelius, „daß, wenn organische Atomemit unorganischen Atomen erster Ordnung sich verbinden, so ge-schieht dies, soweit unsere Erfahrung reicht, nach denselbenGesetzen, nach denen die unorganischen Atome erster Ordnungsich miteinander vereinigen." „Die organischen Atome folgen inihren Verbindungen unter sich denselben Beschränkungsgesetzenwie die zusammengesetzten unorganischen Atome und stellen alsogleiche Phänomene von bestimmten Proportionen, wie die unor-ganische Natur, dar. Es ist nur in der Bildung der Atome ersterOrdnung, wo die Möglichkeiten der Verbindungen in der organi-schen Natur sich bis ins Unendliche erstreckt."
Durch die Feststellung der Gültigkeit der bestimmten Pro-portionen auch bei den organischen Verbindungen wm-de einsicherer Grund für die Einsicht über ihre Elementarzusammen-setzung gelegt. Aus dieser Einsicht ging einerseits hervor, daßsie, wie man zwar vermutet, aber nicht früher mit Sicherheitbewiesen hatte, wirkliche chemische Verbindungen sind, im selbenSinne, wie es die unorganischen waren, andererseits entwickeltesich aus derselben nach und nach eine immer klarere Vorstellungvon den Ursachen ihrer besonderen Natur und ihrer verwickeltenZusammensetzungsverhältnisse.
In seinem im Jahre 1827 erschienenen Lehrbuch drücktBerzelius die Eigentümlichkeiten, welche die organischen Ver-bindungen in bezug auf Zusammensetzung zeigen, in folgendendrei Sätzen aus: 1. Nur eine geringe Anzahl Elemente kann in