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Geschichte der organischen Chemie von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart
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Begriff und Einteilung'.

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Stoffe, die im Pflanzenreiche vorkommen". In der dritten Ab-teilung behandelt er die Tiere und was zu ihnen gehört, wie ihreverschiedenen Teile und Exkremente. Die Abteilung von denPflanzen enthält 24 Kapitel, welche folgendes behandeln: Zucker,Wein, Weinstein, Seife, Manna, Opium, Terpentin, Benzoe, Campher,Papier, Tabak, und die Beschreibung verschiedener Pflanzen oderBlumen, Früchte und Wurzeln, aus denen chemisch oder medizi-nisch wirksame Stoffe dargestellt werden können. Der tierchemischeTeil bietet weniger Mannigfaltigkeit, ist aber nicht weniger bunt.Im ersten Kapitel wird die Wiper, ihr Gift, die Mittel gegen ihreBisse und die Produkte der Destillation der Schlange, die medizi-nische Verwendung fanden, behandelt. In dem zweiten Kapitelwird der Harn und alles was damit zusammenhängt, berücksich-tigt, unter anderem die Bereitung des Phosphors und dessen Eigen-schaften. Auch die übrigen „Phosphorarten" oder die phosphores-zierenden Körper, z. B. Bologneserstein (Schwerspat), der beimGlühen mit organischen Stoffen eine selbstleuchtende Masse,Leuchtstein, liefert, werden hier erwähnt. In den folgenden Ka-piteln werden Hirschhorn, das menschliche Kranium, das Gehirnsowie Honig und Wachs besprochen.

Durch das Streben nach Konsequenz in bezug auf das Ein-teilungsprinzip wurde Lemery veranlaßt, z. B. unter Weinsteinauch den Rückstand bei dessen Destillation (sei fix de tartre) zubehandeln; d. h. er zählt Kaliumcarbonat und daraus bereiteteandere Kaliumsalze zu den Pflanzenstoffen. Andererseits wirdzwar über die Essigsäure unter den Pflanzenprodukten berichtet,aber z. B. ihr Bleisalz und die daraus durch Destillation erhal-tenen flüchtigen Produkte (Aceton) finden unter den mineralischenStoffen Platz. Als Fossil wird der Bernstein und die aus dem-selben erhaltene Säure auch unter den letztgenannten behandelt.

Während der folgenden Zeit wurde überhaupt dieser Ein-teilung gefolgt, so z. B. von Boerhave in seinen schon erwähntenw klein enta chemiae". Dieses Werk war zwar kein systematischa uigestelltes beschreibendes Lehrbuch, sondern es bezweckte, aus6i" Darstellung einer großen Anzahl Versuche die für die chemi-enen Kenntnisse nötigen Schlüsse zu ziehen. Er ordnete dieersuche in drei Gruppen; die ersten bezogen sich auf Pflanzen,' le zweiten auf Tiere und die dritten auf Mineralien. Diese Ein-. Un g stimmte indessen nicht mit der herrschenden Theorieerein, welche alle brennbaren Stoffe, als denselben Bestandteil,hlogiston, enthaltend, zusammengehörend ansah. Deswegen

lelt > Gesch. d. organ. Chemie. 2