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Cölenteraten.
einschichtigen Geißelepithels, dessen einzelne Zellen außerordentlich andie Körper der Choanoßagellaten erinnern (Fig. 134), indem das peri-phere Ende jeder Zelle sich zu einem die Geißelbasis umfassenden Kragen(Collare) erhebt. Man hat daher versucht, jede Geißelzelle als ein Einzel-tier und den ganzen Schwamm als eine Flagellatenkolonie aufzufassen,eine Ansicht, die jedoch die übrigen Gewebe des Schwammkörpers nichtberücksichtigt: daß außer der schon oben erwähnten Bindesubstanz unddem Plattenepithel des Meso-Ectoderms noch Geschlechtszellen, amö-boide Wanderzellen, ja sogar contractile, das Schließen derPoren bewirkende Faserzellen vorkommen können. Die Nahrungs-aufnahme erfolgt durch die Geißelzellen.
Fig. 155.
Fig. 15G.
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Fig. 155. Stück eines Querschnitts durch Sycandra rafihanus (nach F. E.Schulze), en entodermale Geißelzellen mit Collare, ek ectodermales Plattenepithel,m Mesoderm mit Bindesuhstanzzellen, o Eier, st Kalknadeln.
Fig. 156. Leucortis pulvinar, o Osculum, v Kloakairöhre, c Kanäle, die ausden Geißelkammern in die Kloakalröhre führen, e Geißelkammern, i Mesoderm, oaboraler Pol (nach Haeckel).
Nach dem Typus der dünnwandigen Asconen gebaute Schwämmesind nicht häufig. In der Regel treten uns die Schwämme als massiveKörper mit einem äußerst verwickelten Kanalsystem entgegen (Fig. 156bis 158). Den ersten Schritt zur Komplikation zeigen die nach dem„Sycon-Tyyxis" gebauten Schwämme, bei denen vom Magen aus vieleradiale Ausstülpungen entstehen, Radialtuben, auch Geißelkammern ge-nannt, weil nur in ihnen sich das Geißelepithel erhält, während der Magenselbst nunmehr von Plattenepithel ausgekleidet ist. Zunahme des Meso-derms und entsprechende Verdickung der Magenwand sind bei den meistenSchwämmen Ursache, daß die Geißelkammern sowohl von der Körper-oberfläche, als auch von der Magenwand durch zwischengelagertes Gewebeabgedrängt werden (Leucon-Tjims). Mit beiden Oberflächen bleiben jedochdie Geißelkammern mittelst eines Hohlraumsystems in Verbindung. Das-selbe muß ein doppeltes sein, ein zuführendes, welches von den Dermal-poren in die Geißelkammern leitet, und ein abführendes, das zwischenMagen (Kamin) und Geißelkammern eingeschaltet ist; beide hängen zu-sammen mittelst der zwischen sie eingeschalteten Geißelkammern. DieHohlraumsysteme können aus lakunären Räumen bestehen oder die An-ordnung regelmäßiger Kanäle gewinnen, wie z. B. Fig. 157 zeigt, daßbei Chondrilla die von den Dermalporen ausgehenden Kanäle sich zu