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Lehrbuch der Zoologie
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Allgemeine Zoologie.

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Fig. 52. Ganglienzellen und Nervenfibrillen einer Actinie.

noch die physiologische hinzufügen, daß er bestimmt ist, die Erregungs-zustände von der Ganglienzelle abzuleiten, während die Dendriten zu-leitende Bahnen sind. —Die unipolaren Ganglien-zellen der Wirbeltiere sindals bipolare Zellen zu deu-ten, bei denen die Aus-läufer an eine gemeinsameUrsprungsstelle zusammen-gerückt sind und eineStrecke weit vereinigt ver-laufen, ehe sie nach ent-gegengesetzten Richtungenauseinandergehen, wodurchdie Figur eines T entsteht.Diese Auffassung wirdverständlich durch die neu-eren Untersuchungen überdie Structur der Ganglien-zellen und ihrer Ausläufer(Fig. 51). Ihnen zufolgebestehen beide aus feinsten Nervenfibrillen und einer dieselben unter-einander verkittenden Inter- und Perifibrillärsubstanz. Jeder Ausläufer

führt der Ganglienzelle ein BündelFibrillen zu, die in ihren Körperausstrahlen und in andere Aus-läufer übertreten oder auch mitdiesen sich zu einem gemeinsamenNetz verbinden. Die Verästelungder Ausläufer ist eine Verteilungder in ihnen enthaltenen Fibrillen,die Ganglienzelle eine Stätte, inwelcher ein Fibrillenaustausch zwi-schen den Ausläufern vor sich geht.Somit ist die Ganglienzelle nichteine einfache Zelle, sondern eineZelle -f- Plasmaprodukt (Nerven-fibrillen).

Die gleiche fibrilläre Structurist für die Nervenfasern schonseit längerem bekannt. Im Cen-tralnervensystem der Wirbeltierefindet man als feinste Elementedie Nervenfibrillen, die sich durchden Mangel der Querstreifung vonden Muskelfibrillen, durch ihre

daß sie

Fig. 53.

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Fig. 54.

Fig. 55.

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Fig. 53. Nervenfibrillen (aus Hätschelt).

Fig. 54 und 55. Einfach konturierte (A)und doppelt konturierte (/>') Nervenfasern,

in Fig. 54 ohne, in Fig. 55 mit Schwann- leichte Verletzlichkeitscher Scheide und Kernen (aus Hatschek). bei Konservierung gern verquellen

und Varicositäten bilden — vonden Bindegewebsfibrillen unterscheiden (Fig. 53). Viele Fibrillen, zueinem Bündel vereint, bilden eine Nervenfaser (Fig. 54 A), die mau diegraue Nervenfaser nennt, im Gegensatz zur weißen oder markhaltigen.Bei letzterer (Fig. 54 B) ist die Faser, der „Achsenzylinder", noch von

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