Allgemeine Zoologie.
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entstehen. Diese enormen Größenunterschiede sind weniger durch denGehalt an eigentlicher Zellsubstanz, an Protoplasma (Bildungs- oderHauptdotter) bedingt, als durch die Anhäufung von Deutoplasma (Nah-rungs- oder Nebendotter, auch Dotter kurzweg genannt). Der Neben-dotter hat die Aufgabe, den in Entwicklung begriffenen Embryo zu er-nähren: er besteht daher aus fett- und eiweißreichen Stoffen, welche infeinen Körnchen oder polygonalen Körpern, den Dotterplättchen, oderin rundlichen Olkugeln abgelagert sind. Er ist in um so größeren Quan-titäten vorhanden und bedingt daher auch um so bedeutendere Dimen-sionen des Eies, je länger die Zeit dauert, in welcher das Ei von jederNahrungszufuhr abgeschnitten ist. Die größten Eier finden wir im all-gemeinen bei eierlegenden Tieren, welche eine hohe Organisation besitzen,bei denen zur Anlage der vielfältigen Organe ein lange dauernder Ent-wicklungsgang innerhalb der Eischalen nötig ist.
Außer Bildungsdotter (Protoplasma) und Nahrungsdotter (Deuto-plasma) findet sich im Ei stets noch der Zellkern oder das Keim-bläschen (Vesicula germinativa) vor, ein auffallend großes Bläschen,welches bei großen Eiern schon mit unbewaffnetem Auge erkannt werdenkann und von einer festen Membran umgeben ist. Sein Inhalt ist vor-wiegend Kernsaft, In demselben breitet sich ein achromatisches Kern-netz aus und liegt ferner das Kernkörperchen, nach dem Entdecker auchWagner scher Fleck oder Keimfleck (Macula germinativa) genannt.Häufig sind multinucleoläre Keimbläschen, besonders bei Eiern, welchesehr viel Dotter enthalten.
Die Spermatozoen, die Formelemente des männlichen Samens, spermato-sind so klein, daß sie nur mit den stärksten Vergrößerungen auf ihren men 'feineren Bau hin untersucht werden können (Fig. 35 I und II). Am leich-testen ist an ihnen der Kopf (2) zu erkennen, welcher häufig durch seinesehr verschiedenartige Gestalt, indem er kugelig, oval, sichelförmig usw.ist, die spezifische Bestimmung der Spermatozoen ermöglicht. Der Kopfist der fest zusammengeballte chromatische Teil des Kerns und färbt sichdaher durch Tinktionsfiüssigkeiten sehr stark. Nach vorn verlängert sichder Kopf in eine scharfe Spitze (1), das Perforatorium, welches, wieschon der Name sagt, als ein Apparat gedeutet wird, der die Aufgabehat, das Eindringen des Samenfadens in das Ei bei der Befruchtung zuermöglichen; nach rückwärts setzt sich an den Kopf das bald kurz ge-drungene, bald lang ausgezogene, bei Kernfärbung farblos bleibendeMittel stück (4), an das letztere wiederum der Schwanzfaden (5), einelange Geißel, welche die lebhafte Beweglichkeit der reifen Spermatozoenvermittelt, Protoplasma kann nur in äußerst geringen Spuren vor-handen sein, welche in dünner Schicht den Kern unigeben. Dagegenfindet sich wohl stets ein achromatisches Centrosoma, welches seinen Sitzim Mittelstück hat (3).
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Nach dem beschriebenen Schema, welches aber meist eine außer-ordentlich komplizierte Ausgestaltung erfährt, sind die Spermatozoen fastbei sämtlichen Tieren gebaut, mit Ausnahme der Nematoden, dermeisten Crnstaceen, mancher Myriapoden. Gewöhnlich sind hier dieSpermatozoen auffallend groß und unbeweglich und umschließen einensonst nicht vorkommenden homogenen, stark lichtbrechenden Körper, dessenBedeutung ganz unklar ist. Die Spermatozoen der Spulwürmer (Fig. 35\ 7 )haben die Gestalt eines Zuckerhuts mit abgerundetem, breitem, den Kernenthaltenden Ende. Die Spermatozoen der decapoden Crustaceen