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Lehrbuch der Zoologie
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Allgemeine Zoologie.

Einschichü- Einschichtige Epithelien finden sich bei allen wirbellosen Tieren

g es Epithel, a^gggjjjjgßjj^ vor _ we rden dagegen bei den Wirbeltieren vielfach durchvielschichtiges Epithel ersetzt; sie erhalten sich bei letzteren nur seltenim Bereich der Haut (Amphioxus), häufiger dagegen als Auskleidungder Hohlräume des Körpers. Nach der Form der Zellen unterscheidetman kubisches oder Pflasterepithel, Plattenepithel und Cylinderepithel.Beim Pflasterepithel (Fig. 25 b) sind die Zellen nach allen Richtungendes Raumes nahezu gleichmäßig entwickelt und sehen, weil sie durchgegenseitigen Druck abgeplattet werden, wie würfelförmige Stücke oderPflastersteine aus; beim Cylinderepithel ist die Längsachse, die Entfernungvom centralen zum peripheren Ende der Zelle, besonders groß (Fig. 25 c),der Zellkörper cylindrisch oder fadenförmig (Fadenepithel); beim Platten-epithel endlich ist die Längsachse stark verkürzt (Fig. 25 ä), die einzelneZelle zu einem dünnen Schüppchen umgeformt.

Weitere Unterschiede, welche für die drei genannten Epithelformengelten, werden durch den Mangel oder die Anwesenheit von Zellfortsätzenbedingt, von Geißeln oder Wimpern. Beides sind feine Fädchen, welcheaus dem Zellkörper entspringen, über die Oberfläche hervorragen undhier eine äußerst lebhafte Bewegung unterhalten. Beim Geißelepithel(Fig. 25 d) besitzt jede Zelle nur einen schwingenden Fortsatz, welcheraber besonders kräftig entwickelt ist; bei dem Flimmerepithel (Fig.25«)ist dagegen die Oberfläche der Zelle von einem dichten Wald kleiner,gemeinsam schwingender Fädchen bedeckt.Cutieuia. Die meisten einschichtigen Epithelien erfahren auf ihrer Oberfläche

einen festen Abschluß durch die Cutieuia, eine Membran, welche vonden Epithelien gemeinsam ausgeschieden wird und daher nicht seltendie Abdrücke der Zellen als eine polygonale Zeichnung erkennen läßt.In vielen Fällen dünn und unscheinbar, kann sie sich in anderen zu einergewaltigen Lage verdicken, welche viel mächtiger ist, als die mit der Aus-scheidung der Cutieuia betraute Matrixschicht, das Epithel selbst. DieCutieuia ist dann deutlich der Oberfläche parallel geschichtet und bildeteinen wirksameren Schutz der Körperoberfläche als das Epithel; sie wirdzu einem Panzer, wie uns die Kalkschalen der Mollusken, die aus Chitinbestellenden Körperbedeckungen der Insecten (Fig. 25/) und andereBeispiele lehren,vieischichti. Was beim einschichtigen Epithel die Cutieuia zum Schutze beiträgt,

ges Epithel. j {ann )j e j m vielschichtigen Epithel unmittelbar durch eine chemische Um-wandlung eines Teils der Zellen erreicht werden.

Beim vielschichtigen Epithel sind die Zellen der einzelnen Schichtenstets durch ihre Formen unterschieden; die tiefste Zellenlage besteht ausCylinderzellen, die oberflächlichste dagegen aus mehr oder minder ab-geplatteten Elementen. Dazwischen liegen mehrere Lagen von Übergangs-formen, so daß man, von den Cylinderzellen ausgehend, durch kubischeZellen hindurch allmählich zu den Zellplatten der Oberfläche geführtwird. Wie schon diese Anordnung erkennen läßt, besteht ein genetischerZusammenhang zwischen den Zellenlagen; die unteren cylindrischen Zellensind in beständiger Vermehrung begriffen, ihre Abkömmlinge rückenunter allmählicher Gestaltsveränderung in die oberflächlichen Lagen, umhier in gleichem Maße, als sich die Zellen abnutzen, einen Ersatz zuschaffen. Bei dieser Verlagerung können nun die Protoplasmakörper eineUmwandlung erfahren; bei Reptilien, Vögeln und Säugetieren (Fig. 26(5)verhornen sie, d. h. zunächst wird die Zellenrinde, dann die innere Partieder Zelle in die durch größere Widerstandsfähigkeit ausgezeichnete Hörn-