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Bad Kissingen und seine Heilquellen : Vorzugsweise zum Gebrauche für Curgäste bearbeitet
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sogenanntes Badspital für erkrankte Curgäste in Ver-bindung zu bringen, doch ist zur Zeit noch über dieVerwendung des theils aus Sammlungen unter den Cur-gästen, theils aus den etatsmässigen Beiträgen aus demBadfond gegründeten sogenannten Badhospitalfonds dieEntscheidung des königlichen Staatsministeriums zu ge-wärtigen.

Einen neuen Zuwachs erhielten die Wohlthätig-koitsanstalten Kissingens durch das im Frühlinge 1879im Baue begonnene und im Herbste desselben Jahresvollendete, 15 Zimmer und einen sehr geräumigen Gartenbesitzende Hemmcrich'sche Hospital oder Pfründner-haus in sehr gesunder Lage in der Ostondstrasse. Das-selbe ist zur Aufnahme und Verpflegung von 12—16alten armen Einwohnern Kissingens beiderlei Geschlechtsbestimmt, und verdankt seine Entstehung dem edlenWohlthätigkeitssinne des verstorbenen Kissinger BürgersHerrn Eduard Hemmorich, welcher zu diesem Zweckeeine Summe von mehr als 200,000 M. testamentarischbestimmt hatte. Der sehr zweckmässige Bau nahm nurc. 40,000 M. in Anspruch, so dass der Anstalt noch einentsprechender Fonds verbleibt.

In jedem Jahre findet sich eine ziemlich bedeu-tende Anzahl armer Curgäste ein, welchen theils durchdie k. Regierung, theils durch Privatwohlthätigkoit inihrer Heimath die Mittel zur Bestreitung ihrer Cur ge-währt worden. Diese, sowie eine Anzahl Invaliden,welche auf Kosten des allgemeinen bayrischen Invaliden-Untorstützungsvereines seit dem Jahre 1866 alljährlichzur Cur nach Kissingen gesandt werden, worden da-selbst durch Freibäder und unentgeltliche ärztliche Be-handlung weiter unterstützt.

Von localen Wohlthätigkeitsanstalten sind nochdas Hohmann'scho Hospital, eigentlich eine Pfründe-Anstalt für nur wonige alte und bedürftige Männer undFrauen und die Kleinkindorbewahranstalt, sowieendlich die Rettungsanstalt für verwahrloste