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Die Entwicklung der Chemie im 19. Jahrhundert : Vortrag gehalten im Humboldtverein zu Breslau zur Jahrhundertwende
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mit so unerhörten Erfolgen, dass sie wie ein Märchenaus dem Wunderlande staunendes Entzücken undmassloses Wünschen hervorrief. Volta hatte 1800durch Aufeinanderpacken von Zink-, Silber- und feuchtenPappscheiben eine Säule aufgebaut, mit der er elek-trische Ströme von derselben Art, wie sie einige Jahrevorher Galvani beobachtet hatte, hervorrufen konnte.Diese wunderbare Säule, die zur Hervorbringung stär-kerer Ströme allmählich sich in den Becher- und Trog-apparat und über mancherlei Zwischenstufen in diekonstanten Elemente verwandelte, von denen dasBunsenelement (1841) und das auf Poggendorffs Veran-lassung konstruierte. Chromsäureelement (1842) die be-kanntesten sind, erregte sehr bald durch seine chemi-schen Wirkungen Aufsehen. Ritter in Jena, sowieNicholson und Carlisle beobachteten, dass unterihrem Einfluss das Wasser sich in seine gasförmigenBestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegte, D a v ystellte fest, dass diese Zerlegung mit der Abnahme desSalzgehaltes immer schwieriger wird; Cruikshank,Berzelius, Hisinger fanden, dass Salzlösungen durchden galvanischen Strom zersetzt wurden, derart, dass dieMetalle und Metalloxyde an den negativen, die Säurenan den positiven Pol geleitet und abgesetzt würden,und Davy erkannte, dass selbst Gips, Cölestin, Basalt,Lava und Glas etc. in gleicher Weise durch den Stromzersetzt wurden. In rascher Folge sehen wir Silber,Molybdän, Nickel, Kobalt, Eisen, Quecksilber, Gold,Kupfer, Arsen, Blei, Zink aus ihren Lösungen sich elek-trolytisch abscheiden, hören den erst in unsern Tagengebührend beachteten Vorschlag Cruikshanks, den Gal-vanismus bei der Metallanalyse heranzuziehen, und er-