Festigkeitseigenschaf ten.
stimmen, entweder weil man nur diese prüfen will, oder weil diebeiden Eichtungen nicht mit Sicherheit zu erkennen sind, so ver-fährt man in folgender Weise.
Man schneidet aus dem in Frage kommenden Material einkreisförmiges Stück von ungefähr 10 cm Durchmesser heraus undläßt dies wenige Sekunden auf Wasser schwimmen; nimmt manes dann heraus und legt es vorsichtig auf die flache Hand, wo-bei man zu verhindern hat, daß es sich fest an die Handflächeschmiegt, so krümmen sich die Eänder nach oben (Fig. Ix) undzwar schließlich so stark, daß sie übereinandergreifen, wie es Fig. lydarstellt.
b b
Fig. 1 x. Fig. 1 y,
Bestimmung der Maschiiienriehtung im Papier.
Der nicht gekrümmte Durchmesser a b liegt in der Maschinen-richtung.
Hat man den Versuch mit ungeleimtem oder schwach geleimtemPapier vorzunehmen, so ist dies zunächst gegen das Durchdringenvon Wasser zu schützen; man löst zu diesem Zweck entweder Harzin Alkohol oder tierischen Leim in Wasser, zieht das zu prüfendePapier durch eine dieser Lösungen und läßt es trocknen. DasPapier hat nunmehr seine Saugfähigkeit verloren und kann ohneSchwierigkeit dem angeführten Versuch unterworfen werden. ZurErklärung des Kriimmens diene folgendes.
Die untere Seite des Papiers saugt, während sie mit demWasser in Berührung ist, Feuchtigkeit auf, und die Fasern quellen;nun legen sich die Fasern, wie schon erwähnt, auf dem Siebe vor-zugsweise parallel zur Eichtung des Maschinenlaufes, und da dieeinzelne Faser quer zu ihrer Längsachse die größte Quellungs-fähigkeit besitzt, so wird das Bestreben der unteren Faserschicht,