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Beryllium = Bc. At.-Gew. = 9*1.
Vorkommen: Chrysoberyll (Ä10 2 ). ) Be), Phenakit(Si0 4 Be 2 ), Beryll (Si..0 ls Al,Be,) (Smaragd), Euklas (Si0 5 AlBeH),Melinophan (Si 3 O 10 FBe 2 Ca 2 Na), Leukophan (Si^OgFBeCaNa).
Das zweiwertige Beryllium bildet ein weißes Oxyd BeO,das in Säuren löslich ist. Die Beryllsalze reagieren in wässerigerLösung sauer und besitzen einen süßlich adstringierenden Geschmack.
Reaktionen auf nassem Wege.
Man verwende eine Lösung von BeS0 4 -j-4 H 2 0.
1. Ammoniak und Schwefelammonium erzeugen eine weißeFällung von Be(OH) a , die wie Al(OH) 3 aussieht, unlöslich ist imÜberschuß der Fällungsmittel und leicht löslich in HCl zu einerfarblosen Flüssigkeit. Die oft beobachtete gelbe Farbe beim Lösenvon Berylliumhydroxyd in Salzsäure rührt von Spuren von Eisen-chlorid her. ! )
2. KOH fällt weißes, gallertartiges Berylliumhydroxyd, leichtlöslich im Überschuß des Fällungsmittels unter Bildung vonBerylliaten:
Be(OH) 2 -f 2 KOH ^> Be(OK) 2 2 ) -f 2 H 2 0
Die Alkaliberylliate werden leicht durch Wasser in der Hitzehydrolytisch gespalten, daher scheidet eine verdünnte Lösung vonAlkaliberylliat beim Kochen alles Beryll als Berylliumhydroxyd ab.
Das durch Kochen der Alkaliberylliatlösung abgeschiene Berylli-umhydroxyd ist nach Haber und v. Ordt 3 ) viel dichter, als dasdurch Ammoniak frischgefällte Hydrat und unterscheidet sich vondiesem durch seine Unlöslichkeit in Kaliumkarbonat, seine Schwer-löslichkeit in Ammonkarbonat; auch in verdünnten Säuren ist esviel schwerer löslich. Die mit viel Alkalihydroxyd versetzte Lösungscheidet beim Kochen kein Borylliumhydroxyd ab.
3. Ammonkarbonat erzeugt eine weiße Fällung von Bervllium-karbonat, leicht löslich im Überschuß (Unterschied von Tonerde),durch Kochen der Lösung wird das Beryllium als weißes, basischesKarbonat abgeschieden. Man benützt das Verhalten des (NH 4 ) 2 CO,,zu Beryllsalzen, um letztere von Aluminium- und Eisensalzen zutrennen. Die Trennung ist aber nicht scharf, ebensowenig wie diedurch KOH bewerkstelligte. 4 )
>) F. Haber u. 6. v. Ordt, Z. f. anorgan. Ch. 38 (1904), S. 382.
2 ) Nach Hantzsch ist das Berylliumhydroxyd in der Lösung, wie dasZink, in kolloidaler Form vorhanden. Z. f. anorg. Ch. XXX (1902) S. 319.
3 ) Loc. cit.
4 ) Um eine vollständige Trennung zu erzielen, muß das auf die eineoder andere Weise gewonnene Berylliumhydroxyd, resp. Karbonat, wiedergelöst und die Trennung mehrmals wiederholt werden.