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1 (1907) Qualitative Analyse
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2. Verdünnte Schwefelsäure verhält sich wie Wasser.

3. Konzentrierte Schwefelsäure. Löst man ein festos Persulfat

in konzentrierter Schwefelsäure bei 0°, so resultiert eine Flüssigkeitvon stark oxydierenden Eigenschaften. Alan nennt das so erhalteneG emisch die Carosche 1 ) Säure. Für Näheres über diese Säuresiehe A. Baeyers interessante Arbeit B. B. XXXIV (1901), S. 853.

4. Silbernitrat gibt schwarzes Silberperoxyd:

2 AgN0 3 -f K 2 S 2 0 8 -f 2 H 2 0 = 2 KHS0 4 -f 2 HN0 3 -f Ag 2 0 2

Versetzt man aber das Ammoniumpersulfat in konzentrierterLösung mit Ammoniak und ganz wenig Silbersalz, so findet einerasche Stickstoffentwicklung statt. Dabei erhitzt sich die Flüssigkeitzum Sieden. Es wird zuerst Silberperoxyd gebildet, welches dasAmmoniak unter Freiwerden des Stickstoffs zu Wasser oxydiert(Katalyse). 2 )

5. Mangan-, Kobalt-, Nickel- und Bleisalze werden auf Zu-satz von Alkalien zu schwarzen Peroxyden oxydiert:

Mn(OH) 2 -j- K 2 S 2 0 8 + H 2 0 = 2 KHS0 4 + H 2 Mn0 3 3 )

Durch diese letzte Reaktion verhält sich die Perschwefolsäuregenau wie Wasserstoffperoxyd. Sie unterscheidet sich aber wesent-lich von dieser Verbindung dadurch, daß sie Kaliumperma nganat-lösung nicht entfärbt, daß sie mit Titansulfat keine Gelbfärbung undmit Chr omsäure kein Chromperoxyd gibt (vergl. Seite 48). Ferro-salze werden leicht zu Ferrisalzen, ebenso Cerosalze zu gelb ge-färbten Cerisalzen oxydiert und letztere werden durch einen Über-schuß des Persulfates, bei Anwesenheit von Schwefelsäure nichtwieder entfärbt (Unterschied von Wasserstoffperoxyd).

6. Baryumchlorid gibt in frisch bereiteten, kalten Lösungennicht sofort eine Fällung, wohl aber nach einigem Stehen; beimKochen scheidet sich sofort unlösliches Baryumsulfat aus.

Gruppe VI.

Silbernitrat erzeugt keine Fällung.

BaryninChlorid gibt weiße, in Säuren fast unlösliche Fällungen.

Schwefelsäure S0 4 rL

Die reinste Schwefelsäure ist eine farblose, ölige Flüssigkeitvom spez. Gew. L8384, die bei niedriger Temperatur fest wird.

*) Zeitschr. f. angew. Ch. 1898, S. 845.

2 ) Zeitschr. f. phys. Chem. XXX.VII (1901), S. 255.

3 ) Vergl. auch Seite 120, sub. 8.