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Reaktionen auf trockenem Wege.
Alle Chlorate entwickeln beim Glühen Sauerstoff und hinter-lassen Chlorid. Durch Erhitzen auf der Kohle tritt Verpuffung ein.
Perchlorsäure (Überchlorsäure) HC10 4 .
Die freie Perchlorsäure wird erhalten durch D estillation des
Kalinmper chlorates mit konzentrierter Schwef elsäure. Man erhält sodas kristallinisch erstarrende Hydrat HC10 4 -f- H ä O und beim Er-hitzen desselben auf 110° C destilliert die wasserfreie, flüssige, an-der Luft stark rauchende Säure über, während ein bei 203° Csiedendes öliges Hydrat HC10 4 -\- 2 H 2 0 zurückbleibt.
Die konzentrierte Säure ist höchst gefährlich und zersetzt sichoft von selbst unter Explosion. In wässeriger Lösung läßt sie sichganz gefahrlos aufbewahren.
Die Salze der einbasischen Perchlorsäure, die Perchlorate, sindaußerordentlich beständig.
Das Kaliumsalz wird aus dem Chlorat erhalten. BeimSchmelzen desselben findet im Anfange eine lebhafte Sauerstoff-entwicklung statt, welche indessen bald nachläßt: die Schmelzewird dickflüssig und besteht alsdann aus Chlorkalium und Kalium-porchlorat 2 KC10 3 = KCl -)- KC10 4 -J- 0 2 , welch letzteres, wegenseiner geringen Löslichkeit, vom leicht löslichen Chlorkalium durchTJmkristallisation getrennt werden kann.
Lö slichkei ts v erb alt ni s s e. Alle Perchlorate sind inWasser löslich.
Reaktionen auf nassem Wege.
Die Perchlorsäure wird weder durch konzentrierteS c h w e f e 1 s ä u r e angegriffen, noch durch Z i n k s t a u b, D e v a r d a-sche Legierung, schweflige Säure und saure Ferrosalz-lösungen zu Chlorid reduziert. (Unterschied von Chlorsäure.)
Kaliumsalze fällen weißes, kristallinisches KC10 4 (sieheSeite 45).
Silbernitrat und Baryumchlorid geben keine Fällung.
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Reaktionen auf trockenem Wege.
Beim Erhitzen auf der Kohle verpuffen die Perchlorate;beim Schmelzen entwickeln sie Sauerstoff und hinterlassen Chlorid,das, in Wasser gelöst, die Reaktionen der Chlorwasserstoffsäure gibt.