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8. Wasserstoffperoxyd x ) in a lkalischer Lösimg fällt das Goldaugenblicklich als feinzerteiltes Metall"'"aus:
2 AuCl 3 + 3 H 2 0 2 + 6 KOH = 6 KCl + 6 H 2 0 + 3 0. 2 -j- 2 An
Bei auffallendem Lichte erscheint das gefällte Metall braun, beidurchgehendem Lichte aber blaugrün gefärbt.
3 /ioo m 9 r *^ 0 ^ in 10 rcm Flüssigkeit geben noch eine rötlicheFärbung mit bläulichem Schimmer.
9. Zink. Sehr empfindlich ist die folgende Goldprobe von C a r n o t 2 ).Zu einigen Tropfen einer verdünnten Goldlösung setzt man einige TropfenArsensäure, 2 — 3 Tropfen Femchloridlösung und 2—3 Tropfen Salz-säure, verdünnt mit Wasser auf 100 ccm und fügt ein StückchenZink hinzu; die Flüssigkeit nimmt rund um das Zink eine purpurneFärbung an, die sich beim Bewegen der Flüssigkeit in derselben ver-breitet und diese rosa oder purpur färbt.
Enthält die Lösung 3 / l00 mgr Gold, so tritt nach */ 4 Stundenoch eine schöne rötliche Färbung ein.
Außer durch die genannten Reduktionsmittel wird das Goldaus seinen Lösungen auch noch durch viele andere Körper abge-schieden, so durch Formaldehyd bei Gegenwart von Kalilauge,Hydrazinsulfat u. a. m.
10. Schwefelwasserstoff fällt in der Kälte aus Goldchlorid-lösungen schwarzes Golddisulfid (Au 2 S 2 ): 8 )
8 AuCl 3 -f 9 H 2 S + 4 H 2 0 = 24 HCl + H 2 S0 4 -f 4 Au 2 S 2
Das Golddisulfid löst sich nicht in Säuren, leicht aber in Königs-wasser unter Bildung von Goldchlorid (AuCL.).
In gelbem Schwefelammonium ist es schwer löslich, leichter ingelbem Kaliumsulfid unter Bildung von Sulfosalzen:
Au 2 S 2 -fK 2 S 2 = 2 Au~ s
Aus dieser Lösung fällt Salzsäure goldbraunes Sulfid aus :
2 KCl + H 2 S -j- Au 2 S 3 (?)
2Aulf + 2 HCl
In der Hitze fällt Schwefelwasserstoff braunes metal-lisches Gold:
g AuCL, + 3 H 2 S -f 12 H 2 0 = 24 HCl -f 3 H 2 S0 4 + 8 Au
') Vanino und Seemann. B. B. 1899, p. 1968.
2 ) Compt. vend. 97 (1883), S. 105, ferner Pharm. Chem. Zentralbl. 27,S. 321 und B. B. 1899, S. 1968.
3 ) Levol, Annal. Chem. Phys. 80, 140. Jahresber. 1850, S. 833; auchB. B. 20 (1887), S. 2704.