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1 (1907) Qualitative Analyse
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Goldchlorid ist in Äther löslich und kann der wässerigen Lö-sung '^ürch~SchiitteTn' mit TtheTlintzogen werden.

Die Aurisalze sind meistens gelb und in Wasser leichtlöslich. Das Sulfid, von schwarzer Farbe, löst sich nur in Königs-wasser.

Reaktionen der Auriverbindungen auf nassem Wege.

Man verwende eine Lösung von Goldchlorwasser-stoffsäure [(AuClJH].

1. Kalium- oder Natriumhydroxyd. Setzt man zu einerkonzentrierten Goldchloridlösung sorgfältig Kaliumhydroxyd hinzu,so entsteht ein voluminöser, rotbrauner Niederschlag von Auri-hydroxyd [Au(OH) 3 ], der genau aussieht wie Eisenhydroxyd.Fügt man mehr Kalilauge hinzu, so löst sich das Goldhydroxyd,unter Bildung von Kaliumaurat: .

AuCl 3 -f 3 KOH = 3 KCl -j- Au(OH) 3

Au(OH) 3 -f KOH = 2 H 2 0 4- Au :

0

säure sorgfälti

Au ( NH 3)*(OH), j

OH 1 )

OK

Säuert man die hellgelbe Lösung des Kaliumaurates mit Salpeter-an, so fällt rotbraune Goldsäure, die in über-schüssiger Salpetersäure löslich ist, aber beim Verdünnen der Lö-sung mit Wasser und durch Kochen zum größten Teil wieder ausfällt.

In der Regel erzeugt Kalilauge in Goldchloridlösungen keineFällung, weil die verwendete Goldlösung meist so verdünnt ist, daßdie zugesetzte Kalilauge schon hinreicht, um Goldaurat zu erzeugen.

2. Ammoniak fällt schmutziggelbes Knallgold:[AuCLjH -f 6 NH 3 -f 3 H 3 0 = 4 NH A C1 -f

das im trockenen Zustande durch Schlag oder Erwärmen explodiert.Am wichtigsten für die Erkennung des Goldes sind die Reak-tionen, welche sich auf die außerordentlich leichte Reduzierbarkeitder Auriverbindungen gründen. Auriverbindungen sindstarke Oxydationsmittel.

3. Ferrosalze fällen bei gewöhnlicher Temperatur aus neutraleroder saurer Lösung alles Gold als braunes Pulver (Unterschiedvon Platin):

AuCl 3 -f 3 FeS0 4 = Fe 2 (S0 4 ) 3 -f FeCl, + Au

4. Oxalsäure fällt alles Gold in der Kälte, rascher in derWärme, als braunes Pulver (Unterschied von Platin):

') Meistens findet man Knallgold durch die Formel AuNH, NH 2 -f- 3 H0ausgedrückt.