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1 (1907) Qualitative Analyse
Entstehung
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77
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Das Aluminiumhydroxyd verliält sich also hier wie eine Säure.Versetzt man die Lösung eines Aluminates mit verdünnterSäure, so entsteht zuerst eine Fällung von Aluminium hydroxyd, diesich auf weiteren Säurezusatz löst,:

Al(ONa), + 8 HCl = 3 NaCl «f-Äl(OH) 3Al(OH) 3 + 3 HCl = 3 H 2 0 4- A101 8

Auch durch Chlorammonium werden die Aluminate zersetzt,weil das Ammoniumaluminat durch Wasser vollständig hydrolytischgespalten wird:

Al(ONa), -f 3 NH 4 C1 = 3 NaCl + A^ONHJ, undAl(ONH 4 ) 3 + 3 HÖH = 3 NH 4 OH + Al(OH) 3

Das Aluminiumhydroxyd löst sich in neutralen wein-sauren Alkalien auf, folglich werden obige Eeagentien bei An-wesenheit von Weinsäure keine Fällung erzeugen. DasAluminium ist alsdann nicht als Aluminiumion in der Lösung zugegen,sondern als ein komplexes negative s Ion, vielleicht von der Zu-sammensetzung :

COOK

COOK KOOC

CHOH HOHC

I I

CHOH HOHC

oder

CHO x

CHO'

;ai- OH

COO

OOC

COOK

AI

I

0

H

Wie die Weinsäure verhalten sich viele andere organische Oxy-säuren und Oxyverbindungen; so die Äpfelsäure, Zitronen-säure, Zuckerarten, Stärke etc.

3. Scliwefclammonium erzeugt eine Fällung von Hydroxyd,weil das zuerst entstehende Sulfid durch Wasser quantitativ hydro-lytisch gespalten wird:

2 A1C1 3 -f 3 (NH 4 \S = 6 NH 4 C1 -f- A1 2 S 3A1 2 S 3 4- 6 HÖH = 2 Al(OH) s -f 3 H 2 S

4. AlkaJikar bonate fällen Aluminiumhydroxyd (Hydrolyse):

2 A1CL 4- 3 Na,C0 3 '== 6 NaCl -f- A1 2 (C0 3 ) 3A1 2 (C0 3 ) 3 + 6 HÖH = 3 H 8 C0 3 + 2 A1(ÖH) 3

3 (H 2 0"+ C0 2 )