Druckschrift 
1 (1907) Qualitative Analyse
Entstehung
Seite
75
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

— 75 —

/Si 3 0 8 = K 3"Al-Si,O d == AI

\Si 3 0 8 eee AI

Orthoklas

(Feldspat.)

Al-

/Si0 4 == KH,Si0 4 b= AI "

-OH

Al-Si0 4 == H 3-Si0 4 == AI

Kaolin

(ZersetzmigsproQukt.)

\8i0 4 — AI

Muskovit(Glimmer.)

Den unreinen Kaolin nennt man T o n.

Ferner sind anzuführen: der K r y o 1 i t h (AlF 6 Na 3 ); der S p i n e 11

(AL0 4 Mg) (Magnesiumaluminat), welcher regulär kristallisiert und

isomorph ist dem Magnetit (Fe 2 0 4 Fe) und dem C h r o mi t (Or 2 0 4 Fe);

Alunit ALjK^OJ.^OH);;, monosymmetrisch; die Hydroxyde des

/OHAluminiums: H y d r a r g i 11 i t AI — OH monosymmetrisch,

\OH0

/OHAI-OH

Bauxit ^> 0 undAI - OH\OH

D i a s p o r AI — OH, rhombisch;

(Rubin, Saphir.

Korund A1 2 0 3 hexagonal rhomboedrischSmirgel): Härte 9; isomorph dem Fc 2 0 3 und Cr 2 0 3 .

Das Aluminium ist dreiwertig, von silberweißer Farbe, - wirdan feuchter Luft nur wenig angegriffen, löst sich l eicht in Salzsäure,schwer in Schwefelsäure und sehr schwor in Salpetersäure, dagegenl eicht in Kali- und Natronlange unter Wasserstoffentwicklung undBildung von Alummat:

~ 2 AI -f 6 KOH = 2 Al(OK) 3 -f 3 H 2

Das Aluminium bildet nur ein Oxyd, das A1 2 0 3 und demnachnur eine Salzreihe.

Die Aluminiumsalze sind alle farblos und die wasserlöslichenzeigen hi_jsvässeriger Lösung saure Reaktion, weil s ie st arkhydrolytisch gespalten werden. So ist es erklärlich, daß man durchEindampfen der wässerigen Lösung des Aluminiumchlorids nichtAluminiumchlorid, sondern das im Wasser unlösliche Hydroxyd erhält:A1C1 3 -|- 3 HÖH = Al(OH) 3 -f 3 HCl

Charakteristisch für das Aluminium ist seine Fähigkeit, Alaunezu bilden. Die_Alaune sind Doppelsalze des Sulfats mit den Sul-faten des Kaliums, Cäsiums, Rubidiums und Ammoniums, von der

Formel: ~ A1 = S0,

-j- 12 H,0R — S0 4Die Alaune kristallisieren regulär, meistens in Oktaedern, oftkombiniert mit oo O oo und oo 0.