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wie das Magnesium; ganz anders dagegen die dreiwertigen Metalledieser Gruppe. Diese werden aus ihren Salzlösungen durch Am-moniak, auch wenn dieses in noch so geringem, und Ammonsalzein noch so großem Überschuß vorhanden sind, quantitativ als Hydr-oxyde x ) gefällt.
Warum verhält sich nun das Magnesium so sehr verschiedenvon Aluminium, Ferrieisen etc. ? Die Antwort hierauf verdankenwir Loven. 2 ) Sie ist in der verschiedenen Löslichkeit der beidenHydroxyde begründet.
Das Magnesiumhydroxyd ist in Wasser merklich löslich (diewässerige Lösung reagiert ja alkalisch). Befindet sich aber Magnesium-hydroxyd in Wasser suspendiert, so muß die Lösung damit gesättigtsein und der gelöste Teil ist nach dem Massenwirkungsgesetz fastganz elektrolytisch dissoziiert:
Mg(OH) 2 ^t Mg -f OH -f OH
[Mg] . [O H] 2[Mg(OH) 2 ]
Jede Vergrößerung von [OH] würde eine Vergrößerung von[Mg(OH).J bedingen und, da die Lösung bereits mit Magnesium-hydroxyd gesättigt ist, so würde dies eine neue Abscheidung diesesKörpers zur Folge haben.
Würden wir aber, auf irgend eine Weise, die Konzentrationder Hydroxylionen vermindern, so würde die des Magnesiumhydr-oxyds abnehmen, das gestörte Gleichgewicht würde sich wieder her-stellen, d. h. die Flüssigkeit würde auf das suspendierte Magnesium-hydroxyd lösend wirken etc., bis schließlich alles Hydroxyd gelöstwäre.
Da nun das Löslichkeitsprodukt 3 ) des Magnesiumhydroxydsrecht beträchtlich ist, so folgt, daß zur Abscheidung desselben eineerhebliche Konzentration der Hydroxylionen erforderlich ist. DieHydroxylionen stammen aus der wässerigen Ammoniaklösung nach
der Gleichung:
_i_ __
NH 3 -|- H.0 ^t NH 4 -f- OH
Ammoniak aber ist nur in sehr geringem Grade dissoziierbar,folglich enthält die Lösung nur sehr wenig Ammonium- und Hy-droxylionen und die Konzentration der letzteren wird durch Erhö-hung der NH,-Ionen (durch Zusatz irgend eines Ammonsalzes, einer
*) Ausgenommen Uran, das als Ammoniumuranat gefällt wird.
2 ) Zeitschr. f. anorg. Ch. XI (1896), S. 404.
3 ) Vergl. Seite 17.