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freiem Wasser x ) von 80° C in einer Porzellanschale, fügt 7 - 4 grJodkalium, in 50 ccm Wasser gelöst, hinzu, läßt erkalten, gießt dieüberstehende Flüssigkeit ab und wäscht dreimal durch Dekantationmit je 20 ccm kalten Wassers, um alles Chlorid möglichst zu entfernen.Nun fügt man 5 gr Jodkalium hinzu, wobei, auf Zusatz von wenigWasser, das Merkurijodid in Lösung geht. Die so erhaltene Lösungspült man in einen 100 ccm Kolben, fügt 20 gr NaOH, in wenigWasser gelöst, hinzu und verdünnt, nach dem Erkalten der Lösung,mit Wasser auf 100 ccm. Hat sich die Flüssigkeit völlig geklärt,so hebert man sie sorgfältig in eine reine Flasche ab und bewahrtim Dunkeln auf.
beim
Reaktionen auf trockenem Wege.
.Sehr charakteristisch ist das Verhalten der AmmonsalzeErhitzen im G-lührohr (kleines Reagensglas).
Alle Ammonsalze sind vollständig flüchtig, teilsohne, teils mit Zersetzung, ausgenommen diejenigen,welche feuerbeständige Säuren enthalten. (Borsäure,Phosphorsäure, Chromsäure, Molybdänsäure, Wolframsäure und Va-nadinsäure.)
Ohne Zersetzung flüchtig sind allein die Halogenverbindungen;sie geben ein weißes Sublimat. Alle Ammonsalze, welchebeim Erhitzen Zersetzung erleiden, spalten Wasser ab; so gibtdas Nitrat: Wasser und Stickoxydul:NH 4 N0 3 = 2 H 3 0-|~N 2 0das Nitrit: Wasser und Stickstoff:
' ■ N,
NH 4 N0 2
2 H 2 0 •
das Sulfat: Wasser, Stickstoff, Ammoniak und S chwefel-dioxyd:
3 (NH 4 ) 2 S0 4 = N 2 -f 4 NH 3 + 6 H 2 0 + 3 S0 2
das Oxalat: Wasser, viel Ammoniak, Kohlendioxyd,Kohlonmonoxyd und Dicyan, letzteres erst gegen Ende derReaktion, am besten durch den Geruch zu erkennen.
a ) Ammoniakfreies Wasser erhält man durch Destillation von gewöhn-lichem destillierten Wasser oder gutem Brunnenwasser, nach Zusatz von etwas^oda. Das zuers t übergehende Destillat, welches immer Ammoniak enthält,wird so lange beseitigt, bis die Nesslersche Reaktion negativ ausfällt, was ein-tritt, wenn ungefähr 1 / 4 des ursprünglichen Wassers destilliert ist. Was nunübergeht, ist frei von Ammoniak und wird zur Bereitung der NesslerschenLösung verwendet. Die Destillation muß aber unterbrochen werden, wennetwa 6 / 8 (l es anfänglichen Wasserquantums destilliert sind, weil der Restwiederum Ammoniak enthalten kann. (Zersetzung stickstoffhaltiger, organischerSubstanzen, die im Wasser vorkommen können und ihren Stickstoff erst dannals Ammoniak abgeben, wenn die Lauge stärker konzentriert wird.)