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durch Schmelzen von 1 Teil des käuflichen Titandioxyds mit15—20 Teilen Kaliurnpyrosulfat und Lösen der Schmelze, nachdem Erkalten, in kalter verdünnter Schwefelsäure.
2. Chromsäure. Schüttelt man die saure Wasserstoffperoxyd-lösung mit alkoholfreiem Äther, fügt dann eine Spur einerKaliumdichromatlösung hinzu und schüttelt wieder, so färbt sich dieoben schwimmende ätherische Lösung prächtig blau, infolge derBildung von Chromporoxyd. 1 / 10 mgr Wasserstoffperoxyd lassen sichnach dieser Reaktion nach AI. Lehner eben noch nachweisen. 1 )
3. Permangansänre in saurer Lösung wird unter Sauerstoff-entwicklung entfärbt:
2 KMn0 4 -f- 4 H,S0 4 -f- 5 H„0., === 2 KHS0 4 -f- 2 MnS0 4 -j- 8 H 2 0 -j- 5 0 2
Ähnlich wie die Permangansäure werden viele andere Peroxydeund Oxyde unter Sauerstoffentwicklung durch Wasserstoffperoxydreduziert, so z. B. Ag^O, Pb 3 0 4 , Pb0 2 , Mn0 2 etc.
Ag 2 0 + H 2 0, = H 2 0 + 0, -f 2 AgPbOO -4- rl,0 2 = H 2 0 -f 0 2 -f PbO etc.
4. Femcyankalium und Ferrichlorid. Versetzt man einemöglichst neutrale Lösung von sehr verdünntem Perrichlorid miteiner Spur Femcyankalium, so daß die Lösung deutlich gelb er-scheint, und fügt hierauf eine fast neutrale Wasserstoffperoxydlösunghinzu, so färbt sich die Lösung bald grün und scheidet nacheinigem Stehen Berlinerblau ab. Es wird hiebei das Ferricyan-kalium zu Ferrocyankalium reduziert, das mit dem PerrichloridBerlinerblau erzeugt:
2 [Fe(CN) 6 ]K 3 + H 2 O ä = 2 [Fe(CN) 6 ]K 3 H + 0,und 3 [Fe(CN) 6 ]KjH + 4 FeCl 3 = 9 KCl -4- 3 HCl -f Fe 7 (CN) 18
Nach Schönbein (J. f. pr. Ch. 79, p. 67, 1860) lassen sichnach dieser Methode die allergeringsten Spuren von Wasserstoffper-oxyd nachweisen ("/ioo m 9 r -H 2 0 2 P ro Liter).
Da aber Femcyankalium durch viele andere Substanzen (SnCL,S0 2 etc.) zu Ferrocyankalium reduziert wird, so kann die Reaktionleicht zu Irrtümern führen.
J ) Bei der Prüfung 1 auf Wasserstoffperoxyd muß man stets einenblinden Versuch mit dem Äther und der Chromsäure allein ausführen, weileisterer häufig für sich die Wasserstoffperoxydreaktion gibt. Äther, der einigeZeit an der Luft gestanden hat, enthält stets geringe Mengen Äthylperoxyd(CäH^jOg ?, das sich, Chromsäure gegenüber, wie Wasserstoffperoxyd verhält.Berthelot (Bull. 36, 5, 72). Um Äther von dieser Verbindung- zu befreien,läßt man ihn über Nacht über Natrium stehen und destilliert ihn dann ab.