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wird die violette Kaliumflarume durch die gelbe Natriumflammevöllig verdeckt. Betrachtet man sie aber durch Kobaltglas oderIndigolösung, so gelangen nur die rosavioletten Strahlen desKaliums hindurch, während die gelben Natriumstrahlen völlig ab-sorbiert werden.
Spektrum. Das Kalium gibt ein charakteristisches Spektrum:Im roten Teile eine besonders helle Linie und im ultravioletten zweischwache Linien (siehe Spektraltafel).
Natrium = Na. At-Gew. = 2305.
Spez. Gew. = 0-97. F. P. = 95-6° C.
Vorkommen: Das Natrium findet sich außerordentlich ver-breitet in der Natur. Sein wichtigstes Vorkommen ist das Chlor-natrium, Kochsalz NaCl, regulär, spaltbar nach oo 0 oo. Eskommt in mächtigen Lagern, oft ganz rein als Steinsalz vor,meistens aber verunreinigt mit Ton, Anhydrit, Gips. Die wich-tigsten Fundorte sind: Staßfurt bei Mageburg, Wieliczka inGalizien. Ferner findet es sich gelöst in vielen Salzsolen, wieEeichenhall, Eheinfelden, Bex, Jaxtfeld etc., im Meereswasser undin vielen Salzseen. Außerdem kommt das Natrium vor als Karbonat,als Thermonatrit (Na 2 C0 3 -j- H 2 0) rhombisch ; Natr i t (Soda)
(Na 2 C0 3 -4- 10 H 2 0) monosymmetrisch; Trona „ irrtA •
monosymmetrisch; als Natron- oder Chili Salpeter (NaNO H )hexagonal, rhomboedrisch • Kry o lith (AlF fi Na s ) asymmetrisch, und invielen Silikaten, so im Natronfeldspat (Albit) (NaAlSi 8 0 8 ) asym-metrisch etc.; Tinkal (Na 2 B. L 0 7 -J- 10 H 2 0) (Borax) monosym-metrisch.
Reaktionen auf nassem Wege.
1. Kaliumpyrostibiat 1 ) (K 2 H 2 Sb i! 0 7 ) erzeugt in neutraleroder schwach alkalischer Lösung allmählich eine schwere, weiße,kristallinische Fällung, die rascher eintritt beim Kratzen der Gefäß-wände mit einem Glasstab:
K 2 H 2 Sb 2 0 7 -f- 2 NaCl = 2 KCl -f- Na 2 H 2 Sb 2 0 7
Saure Lösungen dürfen nicht verwendet werden, weil sonsteine amorphe Fällung von Antimonsäure entstehen würde:
K 2 H 2 Sb 2 0 7 -f- 2 HCl = H 4 Sb 2 0 7 -j- 2 KCl
Ebenso dürfen außer Alkalien keine anderen Metalle zugegensein, da diese ebenfalls Fällungen (meist amorph) geben.
H 2 0),
M Für die Bereitung der KaKumpyrostibiatlösung vergleiche Seite 194.