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1 (1907) Qualitative Analyse
Entstehung
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COOH

COOK

CHOH

CHOH

-f KCl = HCl

CHOH

CHOH

COOH COOH

Das Kaliumhydrotartrat ist in Mineralsäuren leicht, in Essig-säure und Wasser sehr viel schwerer löslich; 100 Teile Wasser lösenbei 10° C 0-425 gr Salz. Versetzt man daher die Lösung mit Na-triumacetat, so wird die entstehende Mineralsäure durch Essig-

säure ersetzt:

CH a

CH,

NaCl

| -f-HCl = |

COONa COOH

Natriumacetat Essigsäure

wodurch die Reaktion weit empfindlicher wird. Reiben der Gefäß-wände beschleunigt die Bildung des Niederschlages. Die Mineral-säure durch Natronlauge abzustumpfen, ist nicht ratsam; dennfügt man diese bis zur neutralen Reaktion hinzu, so entsteht dasNatriumkaliumtartrat (Seignettesalz)

C 4 H 5 KO ö + NaOH = C 4 H 4 KNaO f) -f- H 2 0das, wie alle neutralen Tartrate der Alkalien, sehr leichtlöslich ist; es würde also keine Fällung eintreten. Beim Glühendes Kaliumhydrotartrates entwickeln sich empyreumatische Dämpfe(Geruch nach verbranntem Zucker) und es hinterbleibt Kohle undKaliumkarbonat. Die Masse, mit Salzsäure übergössen, brauststark auf. Dies ist nicht bloß die Eigenschaft des Kaliumtartrates,sondern aller Salze der organischen Säuren; sie hinter-lassen beim Glühen Karbonat und, wenn die organische Säureeine nichtflüchtige ist, so tritt auch starke Verkohlungein; im anderen Falle ist die Verkohlung nur gering, oder sie fehltganz. Nicht immer bleibt das Karbonat hiebei unverändert, häufigzerfällt es in Kohlendioxyd und Oxyd, oder wenn letzteres redu-zierbar ist, bleibt neben Kohle das Metall zurück. So gibt dasNatriumacetat Natriumkarbonat und Aceton mit nur geringer Ver-

kohlung:

CH,

CH,

JCOONa

Oo'oNa

Na., CO,

CO

CH 3

Aceton

CH 3 (farblose, mit

leuchtender Flamme brennbare Flüssigkeit)