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daher annehmen, daß die Lösung mit 0'156 gr Kalium pro 100 ccutWasser mit dem Chloroplatinat gesättigt ist, woraus sich die Mengedes letzteren berechnen läßt:
K 2 : K 2 PtCl,
0-150 : x3 : 485-8 =0-156 :xx = 0-97
Hieraus ergibt sich, daß 100 ccm. Wasser von mittlerer Tem-peratur 0-97 gr K.,PtCl ( . lösen, während genaue Bestimmungen bei20° C den Wert T12 ergaben. Die Differenz von ca. 12°/ 0 erklärtsich dadurch, daß wir nicht bei genau derselben Temperatur undnicht in rein wässeriger Lösung operieren. Die Lösung enthält stetseinen Überschuß der Chloroplatinsäure, wodurch die Löslichkeitdes Chloroplatinates vermindert wird, aber immerhin gestatten dieauf diese Weise ermittelten Zahlen recht gut eine Vergleichung derLöslichkeit der verschiedenen Salze. Aus der Empfindlichkeit derReaktion des Kaliums gegen Weinsäure berechnet sich die Löslichkeitdes Weinsteins zu 0 - 38; es verhält sich daher die Löslichkeit desKaliumchloroplatinates zu der des Weinsteins wie 0'97:0'38; derWeinstein ist fast dreimal schwerer löslich als das Chloroplatinat etc.
Der Bahmen des Buches gestattete nicht, den mikrochemischenNachweis der einzelnen Elemente anzugeben. Ich konnte aber umso mehr hievon Umgang nehmen, als wir in dem ausgezeichnetenWerke. von H. Behrens: „ Anleitung zur mikrochemischenAnalyse" eine Nachschlagequelle ersten Banges besitzen.
Indem ich nun die erste Hälfte des Werkchens der Öffentlich-keit übergebe, bitte ich die Herren Kollegen und Fachgenossen,mich auf Fehler oder Mängel gütigst aufmerksam machen zu wollen.
Zürich, am 29. April 1899.
Der Verfasser.