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Kurzes Lehrbuch der anorganischen Chemie : ein Repetitorium für Chemiker, Mediciner und Pharmaceuten
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Anorganische Chemie.

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CrCUPb, Bleichromat, Chromgelb, das in Alkalilaugenlöslich ist; 1 ) charakteristisch "für Blei.

Ammoniumcarbonat liefert in der Kälte nor-males Bleicarbonat, COsPb, wogegen Kalium- undNatriumcarbonat basisches Bleicarbonat von wech-selnder Zusammensetzung niederschlagen. Das tech-nische Bleiweiss [Cerussa], Plumbum hydrico-carbonicum ist ebenfalls ein basisches Carbonat; seineZusammensetzung entspricht meist der Formel, 2 COs Pb ■Pb(OH)2 2 ). Man gewinnt das Bleiweiss nach verschie-denen Methoden, welche gewöhnlich darauf hinauslaufen,dass basisch essigsaures Blei durch Kohlendioxyd zer-legt wird. 3 )

Aus nicht zu stark sauren 4 ) Bleisalzlösunsren

') Bleichromat löst sich in Alkalien zu Plumbit, nebenAlkalichromat: Cr0 4 Pb-(- 4 XaOH = Pb(ONa> -j- CrOiNaa -j- 2 H 5 O.Wird es aber mit einer zur Lösung ungenügenden Menge von Alkalibehandelt, so bildet sich Chromroth, basisches Bleichromat. Cr Oi Pb■ Pb(OH> resp. CrOiPb-PbO.

2 ) Structurchemisch :

cc

~ O — Pb= O

)>Pb

0/o

O — Pb

OH

3 ) Nach dem holländischen Verfahren werden zusammen-gerollte Bleiplatten in thönerne Töpfe gebracht, die etwas Essig ent-halten, und die so beschickten Töpfe, in Mist vergraben, längere Zeitsich selbst überlassen. Durch Einwirkung von Luft und Essigsäure aufdas Blei bildet sich nun basisches Bleiacetat, welches durch die in demverwesenden Miste entstehende Kohlensäure in basisches Bleicarbonatverwandelt wird. — Französisches Verfahren. Es wird in dieLösung von Bleiessig Kohlendioxyd eingeleitet, wodurch Bleiweiss aus-fällt und Bleizucker gelöst bleibt, z. B.: 3 [Pb (Cs Hs Oa> • 2 Pb O]-f-4 COa + 2 Ha O = 3 Pb (Ca Hs 0«> -f 2 [2 COs Pb . Pb (OH>]. DurchAuflösen von Bleiglätte in der Lösung des Bleizuckers erhält man wiederBleiessig, der mit Kohlendioxyd behandelt wird u. s. w. — EnglischesVerfahren. Man verreibt Bleiglätte mit einer Bleizuckerlösung undsättigt hierauf das entstandene Gemisch mit Kohlendioxyd.

4 ) Eine Lösung soll bei der Fällung mit Schwefel-wasserstoff im Allgemeinen überhaupt nur 2 Procent freie