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Kurzes Lehrbuch der anorganischen Chemie : ein Repetitorium für Chemiker, Mediciner und Pharmaceuten
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Metalle der IL Gruppe.

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so nahe mit einander verwandten Elementen der »Kalium-Reihe«, Kalium, Rubidium, Cäsium. Und, in denunpaaren Reihen schliessen sich, gemäss der doppeltenPeriodicität der grossen Perioden, an das LeichtmetallMagnesium, die drei Schwermetalle, Zink, Cadmiurri,Quecksilber, eine Erscheinung, die sich gleichfalls inder I. Gruppe des Systems wieder findet; nur kommendas Quecksilber, Cadmimium, Zink dem Magne-sium bedeutend näher, als in der I. Gruppe das Gold,Silber, Kupfer dem Natrium; cf. pag. 99 f.

Entsprechend den für die II. Gruppe des Systems

IIcharakteristischen Verbindungsformen, RO, resp.II

RXj, treten die Metalle der alkalischen Erden, dasCalcium, Strontium, Baryum in ihren Verbindungen zzvei-werthig auf. Den Namen »Erdalkalimetalle« erhielten diedrei Elemente, weil die Eigenschaften ihrer Oxyde sowohlan die der Alkalien d. h. Oxyde der Alkalimetalle, als auchan diejenigen der Oxyde der eigentlichen Erden, wieThonerde, AI2O3, erinnern. Es sind nämlich die dreiOxyde, CaO, SrO, BaO, analog dem AI2O3, feuer-beständig, 1 ) aber sie lösen sich andererseits, wenn auchziemlich schwierig, in Wasser und die wässerige Lösung,welche die Hydroxyde, Ca(OH),>, Sr(OH) 2 , Ba(OH) 2 ent-hält, besitzt, analog den Alkalilaugen, stark alkalischeReaction, obwohl das Aluminiumoxyd, AI2O3, und dessenHydroxyd, Al(OH):5, in Wasser vollständig unlöslich ist.Während nun in dieser Hinsicht, wie auch in freiemZustande die Erdalkalimetalle den Alkalimetallengleichen, unterscheiden sie sich doch wesentlich von jenen

IIdurch die Unlöslichkeit der Carbonate, CO3R, Phos-

IIphate, (POi^Rs, und vor allem durch die Unlöslichkeit

IIresp. Schwerlöslichkeit der Sulfate, SO4R. Speciell

*) Das Calciumoxyd, CaO, ist sogar, gleich dem Aluminium-oxyd, Ah O3, unschmelzbar, und strahlt in glühendem Zustande hellesLicht aus, wovon in der Praxis Anwendung gemacht wird: Drummond'sches Kalklicht; cf. pag. 52, Amn. 2.