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d) Leichtlösliche Salze werden ohne weiteres in Lösung ge-bracht, während bei den schwerer löslichen Salzen entweder warmesWasser in Anwendung gebracht wird, oder aber die Salze werden,falls die verordnete Flüssigkeitsmenge nicht zur Lösung hinreicht,zuvor aufs feinste pulverisiert und mit kaltem Wasser angerieben.(Siehe Löslichkeitstabelle S. 9). Bei einzelnen Salzen, die mitWasser leicht Klumpenbildung zeigen, ist es besser, die Salze derschon in der Flasche befindlichen Wassermenge zuzusetzen. Durchkräftiges Schütteln wird dann verhindert, dass sich Partikelchen amBoden und den Wandungen der Flasche festsetzen. Hierhin gehörenTartar. boraxat. u. Alumnol. Argonin wird in einer geräumigenFlasche zunächst einem kleineren Teil der verordneten Wassermengezugesetzt und nach kräftigem Umschütteln der Rest des Wassersund zwar möglichst heiss hinzugefügt. Nach einigen Schüttel-schlägen tritt unter starkem Schäumen Lösung des Argonins zueiner opalescierenden Flüssigkeit ein. Protargol- Lösungen werdenin der Weise angefertigt, dass man nach dem Einfüllen des ver-schriebenen Wassers in eine geräumige Flasche vorsichtig, ohneden Hals der Flasche zu bestäuben, das Protargol hinzugiebt undnunmehr so lange kräftig schüttelt, bis Lösung eingetreten ist.Nach dem Abgiessen der klaren Lösung wird die Flasche inwarmes Wasser gestellt, wodurch der entstandene Schaum baldzusammenfällt und nunmehr mit dem abgegossenen Teile ver-mischt werden kann. Itrol -Lösungen werden in derselbenWeise wie Argoninlösungen angefertigt. Bei allen Lösungen derSilbersalze sind die zur Aufnahme der Lösung bestimmten braunenFlaschen immer vorher mit destilliertem Wasser auszuspülen.Die Korke werden zweckmässig mit dünnem Pergamentpapierumhüllt. — Chininsulfat wird mit Hilfe von Acid. sulfur. dilut. in Lö-sung gebracht und zwar wird auf 1 g Salz 1 g Säure gerechnet.
Sind mehrere Salze in einer Flüssigkeit zu lösen, die Trü-bungen oder Niederschläge hervorrufen, so ist jedes Salz für sichzunächst in einem Teil des Wassers zu lösen und erst diesefertigen Lösungen mit einander zu mischen.
e) Vegetabilische Pulver werden mit wenig Flüssigkeitoder mit etwa verordnetem Sirup augerieben und nach und nachunter Umrühren der übrige Teil der Flüssigkeit hinzugemischt.
f) Extrakte, die in Wasser leicht und klar löslich sind,werden mit Hilfe von wenig warmen Wasser in Lösung gebracht.Weingeistige und ätherische Extrakte sind entweder in einer etwaverordneten Tinktur zu lösen, oder aber mit Sirup oder Gummiarabic. plv. und wenig Wasser zu verreiben, ehe die weitereWassermenge hinzugefügt wird. Lösungen von Extr. Opii wer-den in derselben Weise, besonders als Zusatz zu Tanninlösun-gen und Mucil. Salep, wie auch schleimigen Decocten, zunächstmit dem Sirup vermischt oder mit Wasser verdünnt, zugesetzt.
Ro<1 erfeld, Winke f. d. pharm. Rezeptm-. 2