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2 (1875) Metalle
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1043
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Neue Quellen von Rohmaterialien f. d. chemische Industrie. 1043

werden zur Asphaltbereitung benutzt; der Asphaltgehalt steigt bis zu18 p. C.

In Deutschland wird ausserdem nur noch in Linimer unweit Han-nover aus einem etwas tieferen Niveau des weissen Jura Asphalt ge-wonnen.

Silicium.Gaize.

Ein zunächst über dem Gault, obere Kreideformation, liegendesporöses, weiches, graublaues oder hellbraunes Gestein, die Gaize odertodter Stein, der namentlich im Ardennendepartement mächtig ent-wickelt ist, enthält nach den Analysen von H. St.-Claire Deville undDesnoyers 1 ) 30 bis 45 p. C. lösliche Kieselsäure. Nach den Versuchenvon A. Scheurer-Kestner 2 ) lässt sich daraus ein Alkalisilicatmit höchstens 69 p. C. Kieselsäure darstellen, während das Wasserglasdes Handels 76 p. C. davon enthält.

Phosphor.Apatit, Phosphorit (Staffelit).

Deutschland. Seit 1864 ist im Regierungsbezirk Wiesbaden 3 )ein bedeutendes Vorkommen von Phosphorit aufgefunden, das, im Be-reiche des devonischen Stringocephalenkalkes und des Schalsteins vor-kommend, seine Entstehung der Auslaugung des (Diabases) Schalsteinsund des Kalkes verdankt.

Nach dem ersten Fundpunkt Staffel unweit Limburg an der Lahnhat man die reinsten Formen der etwas Wasser enthaltenden, aus phos-phorsaurem und kohlensaurem Calcium mit Chlorcalcium bestehenden Ver-bindung, welche noch Spuren von Fluor, Jod und Brom enthält, Staffe-lit genannt. Die unreineren Ausbildungen, welche noch schwefelsaureund kieselsaure Verbindungen, Thonerde, Eisenoxyd, einige ProcenteFluor enthalten, liefern im Mittel etwa 30 p. 0. Phosphorsäure, entspre-chend etwa 66 p. C. dreibasischem Calciumphosphat; der Gehalt an Phos-phorsäure sinkt in den gewonnenen Massen bis auf 25 p. C. herab. ImJahre 1871 sind 677 393 Centner Phosphorit dort gefördert worden.

i) H. St.-Claire Deville, Compt. rend. LXX, 581, 1870. Ueber dieLagerung und Verbreitung vergl. A. de Lapparent, Bull. geol. [2] XXV,868, 1868. 2 ) A. Scheurer-Kestner, Compt. rend. LXXII, 767, 1871.

3 ) von Dechen, Die nutzbaren Mineralien und Gebirgsarten im Deut-schen Eeiche. Berlin 1873, 733. Von der reichen Literatur ist zu nennen:Stein, Ueber das Vorkommen von phosphorsaurem Kalk in der Lahn- undDillgegend. Beilage zu Bd. XVI der Zeitschrift für das Berg-, Hütten- undSalinenwesen im preussischen Staate 1868.

Ein ähnliches, ebenfalls mit Mangan- und Eisenerzen verbundenes Vor-kommen von Phosphorit an der Grenze des Kohlenkalkes wies de Thier inBaelen, Arrond. Verviers, Belgien, nach. Daubree, Bapport 211.