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2 (1875) Metalle
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Wismuth.

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fertigt, die, anstatt der Graphitstifte, zum Schreiben auf besonders prä-parirtem, mit Knochenasche überzogenem Papier dienen.

Einen nicht unwesentlichen Wismuthverbrauch hat auch die Ein-führung der Porcellanlüster färben mit sich gebracht, welcheursprünglich von Brianchon herrührt. Ueber die Decoration mitdiesen Lüstern hat Salvetat anlässlich der Pariser Ausstellung 1867referirt 1 ). Der Wismuthlüster dient theils für sich als glänzender,farbloser, irisirender Ueberzug aixf Porzellan, theils als Bestandtheilverschiedener Combinationslüster, z. B. des Wisnmthoxyd - Chromoxyd-lüsters, der citronen- bis schwefelgelb ist. Man kann den Wismuth-lüster nach Schwarz 2 ) darstellen, indem man 1 Thl. basisches Wis-mnthnitrat mit 6 Thln. Harz verreibt und das Gemisch im Sandbademöglichst gelinde erhitzt, bis nur noch eine geringe Menge Ungelöstesfühlbar ist. Hierzu wird dann eine geeignete Menge Lavendelöl ge-setzt. Zweckmässig ist folgendes Mischungsverhältniss : 0'23 g Wis-muthsalz, 1'53 g Harz, 3'20 g Lavendelöl. Setzt man zu WismuthlüsterGlanzgold und zwar in solchem Verhältniss, dass auf 1 Thl. metalli-sches Gold, 1 Thl. Wismuthoxyd kommt und der gemischte Lüsteretwa 5 p.C. Gold und 5 p. C. Wismuthoxyd enthält, so bekommt maneinen ausgezeichnet schönen Kupferlüster mit goldig-kupferfarbenemReflex. Werden auf 1 Thl. Gold 2 bis 3 Thle. Wismuthoxyd ange-wendet, so erhält man beim Einbrennen einen mehr blau violetten,spiegelnden Ueberzug, der aber noch immer goldigen Reflex zeigt.Ueberwiegt das Gold, so dass etwa 2 Thle. Gold auf 1 Thl. Wismuthkommen und verdünnt man die Mischung bis zu x / 2 bis */* p. C. Gold-gehalt, so erhält man beim Aufbrennen ein reines Rosenroth. Waltetdagegen das Wismuth vor (3 bis 4 Thle. Wismuthoxyd auf 1 Thl. Gold),s o entsteht nach dem Verdünnen und Aufbrennen ein sehr schönes,Celles Blau. Bei der röthlichen Nuance empfiehlt sich als Verdünnungs-mittel Schwefelbalsam, bei Blau kann man ohne Bedenken Lavendelölbenutzen.

Uebrigens sind die Wismuthverbindungen noch weit ausgedehntererVerwendung fähig, als sie bis jetzt gefunden haben. So dürfte dasWismuthnitrat, in Folge seiner ätzenden Eigenschaften, in vielen■Fällen den theuren Höllenstein zu ersetzen im Stande sein; es lässt sichdasselbe, allerdings unter theilweisem Zerfallen in basisches und saures°alz, in gelinder Hitze schmelzen und gleich dem Silbernitrat in Stan-gen giessen, die, wenn der Hitzegrad richtig getroffen war, vollkom-mene Festigkeit besitzen und stark ätzend wirken. Besonders aberVe rdient das Wismuthoxyd als geeignetes Material für die Herstel-

J ) Salvetat, Bullet, de la Soeiete d'encouragement 1867, 490.) Schwarz, Dingl. pol. J. CXCVII, 251; D. Ind. Ztg. 1870, 358; Wagn.J airesber. 1871, 304 u. 309.

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