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2 (1875) Metalle
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Gruppe III. Chemische Industrie.

oder alkalische Erden enthalten als es immer will; das einzige wirk-lich praktische Nickelbad ist aber ein aus vollkommen neutralem,kein fixes Alkali oder alkalische Erde enthaltendem schwefelsaurenNickelammouium bereitetes, da sich nur dieses mit der positivenElektrode aus reinem Nickel fortwährend selbst ersetzt ohne sauer oderalkalisch zu werden, während alkalihaltende Bäder Nickeloxyd aufder Anode ansetzen und selbst sauer werden, was zu fortwährenderCorrection der Bäder und zu unregelmässigen und schlechten Produc-ten führt.

Folgendes Verfahren hat uns stets gleichmässig gute Resultategegeben und die Bäder erlitten bei monatelangem Gebrauche keineVeränderungen:

Möglichst kupfer- und arsenfreies Nickel wird in Schwefelsäuregelöst und die saure Lösung in eine Lösung von Ammoniumsulfatgegossen, wobei wenn die Lösungen nicht gar z\i verdünnt und hin-reichend sauer waren, fast alles Nickel als reines Nickelammonium-sulfat ausfällt oder auskrystallisirt, während etwa im Nickel enthalte-nes Kobalt, Eisen oder Kupfer in Lösung bleiben. —- Der Krystallbreiwird mit kaltem Wasser etwas gewaschen und dann in kochendemWasser gelöst, die Lösung genau mit Ammoniak neutralisirt und dasDoppelsalz krystallisiren gelassen, oder die Lösung wird sogleich derArt mit Wasser verdünnt, dass sie bei 20 bis 25° concentrirt ist.

Eine solche bei 20 bis 25° C. concentrirte Lösung dieses neutralenAmmoniumdoppelsalzes dient als Vernickelungsbad, welches sich beieiner Elektrode aus reinem Nickel stets selbst ersetzt, stets seineNeutralität behält und immer gleichmässige Producte liefert; es isthierbei nur zu bemerken, dass die Temperatur des Bades immer nahezudie gleiche bleiben muss, sinkt die Temperatur stark, so krystalli-sirt Nickelsalz auf die zu vernickelnden Gegenstände aus, die Krystallewerden zu Nickel reduckt und in Folge dessen wird der Nickelüber-zug nicht gleichmässig fest anhaftend, sondern schiefert sich ab.

Die Batterie braucht nicht sehr stark zu sein, dagegen ist esvortheilhaft um schnell zu arbeiten, dass die positiven Elektroden ausreinem Nickel eine möglichst grosse Oberfläche haben. Die Darstellungdieser Elektroden aus reinem Nickel bietet, der Schwerschmelzbarkeitdes Nickels wegen, einige Schwierigkeiten.

Ein deutscher Fabrikant kohlt das Nickel stark, um es leichterschmelz- und giessbar zu machen; die sehr hübschen aus starkgekohl-tem Nickel dargestellten Platten geben als Elektroden benutzt sehrschöne Producte, nutzen sich aber beim Gebrauch ungemein schnellab. Das stark gekohlte Nickel hat ein strahlig-krystallinisches Gefügeund wird, wahrscheinlich in Folge eines ungleichmässig vertheiltenKohlenstoffgehaltes, unregelmässig angegriffen, in Folge dessen fallenschuppenartige oder krystallähnliche Theile von der Anode in ziem-

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