lieber Chrom Verbindungen.
Von Dr. Jul. Uppenkamp,
Assistenten am Universitätslalmratorium zu Berlin.
Sämmtliche Chrompräparate, welche uns von der Industrie ge-liefert werden, haben ihren Ursprung im Chromeisenstein. AndereMineralien, wie das Rothbleierz, sind zwar von hohem wissenschaft-lichen Interesse, für die Technik jedoch von keiner Bedeutung.
Vorkommen. Der Chromeisenstein findet, sich fast in allen Län-dern. Daubree ') erwähnt als Fundorte dieses Minerales Alt-Orsowa»n Banat, Norwegen, welches jährlich circa 160 000 Kg nach Ham-burg und Holland ausführe, die Umgegend von Jekaterinenburg, wodas Mineral in ungeheueren■ Blöcken vorkomme, ferner Griechenlandund verschiedene Gegenden Amerikas. Schliesslich macht er noch aufdas an Chromoxyd sehr reiche Erz von Neu-Caledonien aufmerksam.Es igt übrigens auch noch das auf den shettländischen Inseln vor-kommende Mineral zu erwähnen, da es in beträchtlicher Menge ver-arbeitet wird.
Der Chromeisenstein findet sich meist derb in krystallinischenMassen, die einen unvollkommen muschligen Bruch haben. Er kommtjedoch auch in Krystallkörnern vor, z. B. in dem Mineral von Ile-a-Vaches."ie Krystalle gehören dem tesseralen System an , und ihre Kernformls t das Oetaeder. Das Mineral ist von wechselndem Aussehen, fett- bis'iietaliglänzend, eisen- bis pechschwarz. Es kommt niemals auf Gängenoder Lagern vor, sondern findet sich immer in Nestern zu mehr oderweniger grossen Massen im Muttergestein eingeschlossen. Sehr häufigc °mmt dasselbe mit Serpentin und dem denselben begleitenden Talk-u nd Chloritschiefer vor.
Die gewöhnlichsten Verunreinigungen des im Handel vorkommen-
J ) DaubriSe, Rapport du Jury intern. Paris 1868, V, 186.
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