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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Verbindungen unbekannter Radicale.

Einthei-lang.

wahrscheinlich alle ternär zusammengesetzt, demnach aus Kohlenstoß!Wasserstoff und Sauerstoff bestehend, und ausgezeichnet durch die Eigen'Schaft, Ammoniak zu absorbiren, und aus Ammoniaksalzen das Ammoniakzurückzuhalten. Ihren Löslichkeitsvcrhältnissen nach sind sie verschiedenund lassen sich von diesem Standpunkte aus eintheilen:

a. in solche, die für sich schon in Wasser löslich sind;

b. solche, die erst unter Vermittelung von Alkalien von Wasser ge-löst werden, und endlich

c. in Wasser absolut unlösliche.

In Alkohol und Aether, so wie in flüchtigen und fetten Oelen sindsie ebenfalls meist unlöslich.

Ihrem chemischen Charakter nach sind einige indifferent, ander«aber haben den Charakter schwacher Säuren.

Sie sind alle geschmack- und geruchlos.

Nach ihren Löslichkcitsverhältnissen hat man sieben bestimmte Hamuskörper unterschieden:

Qucllsäure

Quellsatzsäure

Ulminsäure

Huminsäure

Gcinsäurc

Humin

Ulmin

für sich in Wasser löslich,

in Alkalien löslich,

in Wasser und Alkalien unlöslich.

Quell

säure undQuellsatz-säure.

Nachweis

derselbenin Mine-ralquellen.

Alle diese Körper sind nicht als reine chemische Individuen anzU'sehen, da sie in einer fortwährenden Umsetzung begriffen sind, und alllGarantieen ihrer Reindarstellung fehlen. Wir werden daher nur zweidieser Substanzen hervorheben, da sie als Bestandtheile der Mineralquellei'häufig angeführt werden.

Die Quellsäure und Qucllsatzsäure finden sich in Mineralquel'len, ausserdem aber auch in der Ackererde, in vermodertem Holze und in'Ocker eisenhaltiger Mineralquellen. In Mineralquellen weist man sie nachund trennt sie von einander, indem man die ockerigen Absätze derselbe) 1oder die Wasserrückstände selbst mit Kalilauge kocht, diekalischc Lösun»mit Essigsäure versetzt, und hierauf essigsaures Kupferoxyd hinzufügt'Der entstehende bräunliche Niederschlag ist quellsatzsaures Kupfeioxy 1 ''Aus dem Filtrat fällt kohlensaures Ammoniak quellsaurcs Kupferoxyd.

Um die Säuren zu erhalten, werden beide Salze durch Schwefclwa='serstoff zerlegt.

Sie sind braune, sauer und etwas zusammenziehend schmeckend 4amorphe Materien. Die Quellsäure gibt bei der trockenen DestillationEssigsäure. Zu den eigentlichen für sich in Wasser unlöslichen Humü|säuren gehören die Huminsäure und Gei'nsäure, während die noc'in Wasser lösliche Ulminsäure den Uebcrgang zu diesen bildet. AI' 8