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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Producta der trockenen Destillation etc.

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ZwölfteGruppe.

Einige wichtigere Producte der trockenen Destillation des

Holzes und der Steinkohlen, und der freiwilligen

Zersetzung der allgemeinen Pflanzenstoffe.

Bei der trockenen Destillation des Holzes im Grossen bilden Producte«ich sehr mannigfaltige Producte, die zum Theil gasförmig, zum Theil nln*^-*"flüssig sind. stlUation

Die gasförmigen, die gereinigt zur Holzgasbeleuehtüng Anwendung"öden, sind Kohlensäure, Kohlenoxyd, Sumpfgas und Ölbildendes Gas,die flüssigen bestehen aus einer wässerigen übelriechenden sauren Flüssig-keit: dem Holzessig, und aus einer schwarzen dickflüssigen Masse: demTheer.

Im Holzessig sind ausser Wasser, Essigsäure, Methylalkohol, Es-Sl gsäure-Methyläther, Aceton, Aldehyd, Furfurol, Toluol und Kreosote Qthalten, ausser diesen Bestandteilen aber noch andere nicht genau8 foldirte Stoffe. Der The er ist ein Gemenge von Kreosot mit vielen"öderen wenig gekannten, zum Theil ölförmigen Körpern (empyreu-^atische Oele), und anderen festen Körpern, worunter namentlich^ar affin.

Wir handeln hier nur das Kreosot und das Paraffin ab.

Kreosot, C 26 H[ 6 04?

Das Kreosot ist ein farbloses, stark lichtbrechendes, öliges Fluidum Kreosot.v °n unangenehmen lange haftenden Rauchgeruch und brennendem Ge-8c hmack. Sein Siedepunkt liegt bei 203° C. und sein specifisches Gewicht*Urde 1,04 gefunden. In Wasser ist es wenig löslich, leicht dagegenln Alkohol und Aether, so wie auch in ätherischen Oelen. Seine wässe-re Lösung war früher unter dem Namen Aqua Kreosoti officinell. DasKreosot löst Jod und Schwefel in grosser Menge, ausserdem noch viele"»dere Stoffe. Bringt man Kreosot auf die Haut, so zerstört es dieselbe,es wirkt überhaupt in hohem Grade giftig, und ist ausgezeichnet durch

e Eigenschaft, selbst in sehr kleiner Menge angewandt, die Fäulniss

a, erisciier Organismen zu verhindern, daher die conservirende Wirkunge s Holzrauchs und Holzessigs. Albuminlösung wird von Kreosotc °agulirt.

Das Kreosot gibt mit Kali zwei schön krystallisirende Verbindungen,°er deren Formeln aber ebenso wie über jene des Kreosots selbst noch

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^eifel herrschen; mit Schwefelsäure gibt es eine gepaarte Säure, durch